aber
- Wortart
- Konjunktion
- Silbentrennung
- aber
- Buchstaben
- 4
- Scrabble-Punkte
- 6
aberKonjunktion
Bedeutungen
- jedoch, dagegen
Ich gehe, aber du bleibst hier.
Ich schlafe, du aber bist laut.
- doch, indessen, jedoch
Der Himmel war voller Regenwolken, aber es regnete den ganzen Tag nicht.
Seit Jahren sucht sie erfolglos eine passende Immobilie, aber sie gibt nicht auf.
- allerdings, doch, jedoch
Berlin ist arm, aber sexy.
Er ist meistens arrogant und selbstherrlich, aber manchmal auch sehr charmant.
- jedoch
Während des Urlaubs auf den Malediven stritten sie fortwährend. Als sie aber wieder zu Hause waren, versöhnten sie sich wieder.
- Ausdruck eines Einwands, einer Entgegnung
Ich habe ja verstanden, dass keiner dieses Projekt gern übernimmt. Irgendeiner muss aber jetzt in den sauren Apfel beißen.
„Dir wird es in China sicherlich gut gefallen.“ – „Aber wenn mich doch das Heimweh übermannt?“
- Im Althochdeutschen existierten avur, im 8. Jahrhundert auch afa und afar als Adverb und Konjunktion. Diese Formen sind genau wie das mittelhochdeutsche aber und aver, das mittelniederdeutsche āver, ōver und ēver ‚wiederum, abermals; aber, dagegen‘, die verwandte gotische Präposition afar ‚nach‘, das in Zusammensetzungen gebrauchte altnordische und mundartliche norwegische aur- ‚hinter, unter‘ sowie vermutlich auch das altnordische afar- ^(→ non) ‚besonders, sehr‘ alte Komparativbildungen zum indoeuropäischen *apu, *apo ‚ab, weg‘. Hierher gehören auch das altindische अपरम् (aparám) ^(→ sa) ‚später, künftig‘, das awestische Adjektiv apara- ‚hinterer; folgender, zweiter (in der Reihenfolge); späterer, künftiger‘, das altsächsische aƀaro sowie das altenglische eafora ^(→ ang) ‚Nachkomme‘. Hinsichtlich der Bedeutung ergibt sich aus der Etymologie, dass aber anfangs für ‚später, weiter entfernt‘ gestanden hat. Hieraus entstand im Deutschen die Bedeutung ‚wieder, ein weiteres Mal‘ als Ausdruck von Wiederholungen. Ausgehend von der Wiederholung konnte sich die Bedeutung dann auch auf die Bezeichnung von Gegensätzen ausdehnen, was in Bildungen wie Aberglaube und Aberwitz erkennbar ist, die jeweils für das Gegenteil ihres Grundwortes stehen. Im Althochdeutschen sind die Bedeutungen hinsichtlich Wiederholung und Gegensatz bereits ausgebildet. Die Verwendung von aber als Konjunktion kommt im Spätalthochdeutschen auf.
aberPartikel
Bedeutungen
- Ausdruck einer Verstärkung
Das war aber ein großes Fest!
Komm her, aber zügig!
- Ausdruck der Anteilnahme der sich äußernden Person, Ausdruck von Empfindungen
Der Film war aber heftig!
Du bist aber fies!
aberAdverb
Bedeutungen
- abermals, noch einmal, wiederholt, immer wieder
Aber und aber schlug die Glocke im Turm.
Er ging aber und abermals zum Brunnen und schöpfte Wasser.
AberSubstantiv, neutrum (das)
Bedeutungen
- Substantivierung von aber; ein Einwand, eine Entgegnung, ein Widerspruch; Verwendung in der Verbindung Wenn und Aber
In der Konferenz der Mäuse gab es viel Wenn und Aber, keine wollte sich wirklich ermannen, der Katze die Schelle umzuhängen.
Mal sehen, wie er sich zum Vorschlag stellt. Sein Ja habe ich schon gehört, doch sein Aber wird wohl auch noch kommen.
- Widerstreben, Widerwillen, Ekel
Sie kriegt einen Aber, sobald sie ihre scheinheilige Nachbarin auch nur reden hört.
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | das Aber | die Aber / die Abers |
| Genitiv | des Aber / des Abers | der Aber / der Abers |
| Dativ | dem Aber | den Abern / den Abers |
| Akkusativ | das Aber | die Aber / die Abers |
- Verkleinerungsformen
- Aberchen
AberEigenname
Bedeutungen
- deutschsprachiger Nachname, Familienname
Frau Aber arbeitet als Parkettlegerin.
Herr Aber schreibt gerne lange Texte.
Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.