derAbglanz
- Wortart
- Substantiv
- Silbentrennung
- Ab·glanz
- Buchstaben
- 7
- Scrabble-Punkte
- 13
Substantiv, maskulin (der)
Bedeutungen
- Widerschein von etwas (Hellem, farbig Leuchtendem)
„Nachdem vom Sonnenlicht, dies schön geschwänzte Rad, / Das hin und wieder geht, der Strahlen Abglanz hat; / Nachdem verändern sich der Federn bunte Strahlen, / Die sich bald gelb, meist grün vor unsern Augen mahlen.“
Johann Justus Ebeling, Andächtige Betrachtungen aus dem Buche der Natur und Schrift, Bd. 2, Hildesheim 1747, S. 319 f. (Digitalisat via SUB Göttingen/Deutsches Textarchiv, URN:nbn:de:kobv:b4-200905198797).„Und diese Scene wird ungemein durch das aufsteigende Morgenlicht und die sinkende Abendröthe verschönert, indem die Dunkelheit des Waldes zwischen dem gerötheten Himmel und dem Wasser, auf dessen Fluth sich der gebrochene Abglanz streut, einen herrlichen Contrast bildet, den die milden Widerscheine mit einem neuen Reiz umgeben.“
Christian Cay Lorenz Hirschfeld, Theorie der Gartenkunst, Bd. 2. Leipzig 1780, S. 42 (Digitalisat UB Heidelberg/Deutsches Textarchiv, URN:nbn:de:kobv:b4-200905197747).
- übertragen:etwas, in dem die Wesensart einer anderen Sache, von der es herstammt, zum Ausdruck kommt; etwas, das das Göttliche in sich trägt und auf diese Weise als Stellvertreter Gottes fungiert
„Der Sohn GOttes ist ἀπαύγασμα τῆς δόξης τοῦ Πατρὸς, der Abglantz der Herrlichkeit des Vaters, als eine wesentliche und persönliche Abstrahlung von dem Vater, als ewigen Licht.“
Joachim Lange, Des Apostolischen Lichts und Rechts, Bd. 2, Halle 1729, S. 52 (Digitalisat Universitäts- und Landesbibliothek Halle/Deutsches Textarchiv, URN:nbn:de:kobv:b4-25054-9).„Werdet ihr in jeder Lampe Brennen Fromm den Abglanz höhern Lichts erkennen, Soll euch nie ein Missgeschick verwehren Gottes Thron am Morgen zu verehren.“
Johann Wolfgang von Goethe, West-östlicher Divan, Stuttgart 1819, S. 220 (Digitalisat Staatsbibliothek zu Berlin/Deutsches Textarchiv, URN:nbn:de:kobv:b4-200905191692).
- abwertend, übertragen:etwas, in dem die Wesensart einer anderen Sache, von der es herstammt oder der es (scheinbar oder tatsächlich) nachgeahmt ist, nur noch unvollkommen zum Ausdruck kommt; Überrest von etwas (einem vergangenen guten Zustand)
„Wenn Sinn in dieser Hyperbel liegt, so ist es dieser: der Glanz, die Herrlichkeit der Sonne ist so groß, so überschwenglich, daß es dem rohern Menschen zu verzeihen, daß es sehr natürlich war, wenn er sich keine größere Herrlichkeit, keinen Glanz denken konnte, von dem jener nur ein Abglanz sey, wenn er sich also in der Bewunderung der Sonne so sehr verlohr, daß er an den Schöpfer der Sonne nicht dachte.“
Gotthold Ephraim Lessing, Hamburgische Dramaturgie, Bd. 1, Hamburg 1769, S. 256 f. (Digitalisat HAB Wolfenbüttel/Deutsches Textarchiv, URN:nbn:de:kobv:b4-200905198797).„Die D-Mark ist in Ostberlin aus doppeltem Grunde willkommen: einerseits, weil sie der DDR auf dem Weltmarkt eine Bewegungsfreiheit verschafft, die kein anderer Ostblockstaat genießt, andererseits, weil sie allein den Intershop-Sozialismus in Gang halten kann, der die 17 Millionen Deutschen drüben mit einem Abglanz kapitalistischen Wohlstands bei Laune halten soll.“
Die Zeit, 01.09.1978, S. 1.
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Abglanz | — |
| Genitiv | des Abglanzes | — |
| Dativ | dem Abglanz | — |
| Akkusativ | den Abglanz | — |
Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.