WortTüftler

affig

Wortart
Adjektiv
Silbentrennung
af·fig
Buchstaben
5
Scrabble-Punkte
12

Adjektiv

Bedeutungen

  1. übertrieben auf das Äußere und die Wirkung auf andere Menschen bedacht
    • Erik Göller als affig schöner Sigismund ist ein Schrei.Elisabeth Willgruber: Schenkelklopfend schmiert Graz an den Wolfgangsee. In: DiePresse.com. 27. November 2001, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 12. Oktober 2012) .
    • Während aber Magenta und Max vor einer halben Ewigkeit mit viel Wiener Schmäh und einem mit losen Beinen baumelnden Plüsch-Taschen-Schaf ihr menschelnde "TXO"-Bleibe bezogen haben, ziehen die Traumjob-Kandidaten mit superkurzen Minis und affigem Imponiergehabe schwer bewaffnet in die Schlacht.Isabella Wallnöfer: Tv-Kritik: Affiges Imponiergehabe in der Schlangengrube. In: DiePresse.com. 29. September 2004, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 12. Oktober 2012) .
  2. töricht in der Handlungsweise oder lächerlich im Erscheinungsbild
    • Den Namen „Duden-Newsletter“ für einen Rundbrief über die deutsche Sprache affig zu nennen wäre eine Beleidigung für die Affen.
    • In den charaktertypischen Namen wie Hausarzt Bock (Erik Göller), Hausfreund Schön (Franz Solar), Idealist Horch (Dominik Warta mit affiger Perücke) und Witwe Zart (Monique Schwitter) klingt Nestroys ironische Etikettierung durch.Elisabeth Willgruber: Kritik Theater: Lüstern geht die Welt zugrunde. In: DiePresse.com. 17. Mai 2004, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 12. Oktober 2012) .
  3. künstlich in der Art, Gefühle zu äußern oder darzustellen
    • Johannes Lang muss den affigen Schwulen mimen, ohne den es heute offenbar nicht mehr geht.Kritik Theater: Ein alter Shaffer, bigott bis affig. In: DiePresse.com. 7. Februar 2006, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 12. Oktober 2012) .
    • Bei Johns Freund Graham ist es die geradezu affige Geziertheit.Elisabeth Wehrmann: Klatsch und Tratsch über Nancy. Eine Biographie der Präsidentengattin. In: Zeit Online. Nummer 17/1991, 19. April 1991, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 12. Oktober 2012) .
  4. umgangssprachlich:im Benehmen wie ein Affe
    • Sie halten Araber für affige Wilde, für unmündige Menschen dritter Klasse, an die man noch keine aufklärerisch-humanen Maßstäbe anlegen darf.Wolf Biermann: Deutschland verrät Israel. Nahost. In: Zeit Online. Nummer 44/2006, 26. Oktober 2006, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 12. Oktober 2012) .
    • Wer jetzt keinen besitzt, kann nur noch kapitulieren oder darauf hoffen, dass auch diese Konsumhysterie alsbald vorüberziehen möge, mitsamt dieser ständigen Werbung mit den affig tanzenden Silhouetten und ihren weißen Drähten.Jürgen von Rutenberg: Das Hörgerät. In: Zeit Online. Nummer 34/2005, 18. August 2005, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 12. Oktober 2012) .
Steigerung
PositivKomparativSuperlativ
affigaffigeram affigsten

Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.