dieCouleur
- Wortart
- Substantiv
- Silbentrennung
- Cou·leur
- Buchstaben
- 7
- Scrabble-Punkte
- 12
Substantiv, feminin (die)
Bedeutungen
- veraltet:durch den sichtbaren Teil der elektromagnetischen Strahlung hervorgerufene optische Erscheinung; Art beziehungsweise Abstufung dieser optischen Erscheinung
„Der einzige wilde Vogel, der in Ruͤckſicht ſeiner Couleuren eben ſo variirt wie unſer Hausgefluͤgel.“
D. Joh. Friedr. Blumenbach: Handbuch der Naturgeſchichte. Mit Kupfern. [1. Auflage. 1. Band], Johann Chriſtian Dieterich, Goͤttingen 1779, Seite 210 (Zitiert nach Deutsches Textarchiv) .„Davon bekommt man nämlich eine blaſſe Couleur; ich ſah bald aus, als hätte ich ſchon zehn Jahre im Grabe gelegen.“
Karl Immermann: Muͤnchhauſen. Eine Geſchichte in Arabesken. Roman. [1. Auflage.] Erſter Theil, Verlag von J. E. Schaub, Duͤſſeldorf 1838, Seite 19 (Zitiert nach Deutsches Textarchiv) .
- übertragen, veraltet:den wirklichen Sachverhalt nicht entsprechende oder ihn verschleiernde äußerliche Erscheinung, Wirkung; nur vorgegebener, vorgetäuschter Grund, der als Ausrede, Entschuldigung benutzt wird
- eine der hochwertigsten Karten, mithilfe derer andere Karten an Wert übertroffen beziehungsweise an sich gebracht werden können
- bestimmte kennzeichnende Farbe/n an Kleidungsstücken und Accessoires (vor allem Band, Mütze) einer Studentenverbindung
„Ich hatte derlei nie mitgemacht, und das Auftreten der ‚Chargierten‘ in Couleur und mit Schlägern hinterließ bei mir einen unauslöschlichen, leider nur komischen Eindruck.“
Theodor Heuss: Erinnerungen 1905-1933. 5. Auflage. Rainer Wunderlich Verlag Hermann Leins, Tübingen 1964, Seite 303 (Erstausgabe 1963) .
- Farben tragende studentische Verbindung
„Die ſtudentischen Couleuren ſelbst wuͤrden auch dann ſchwerlich verſchwinden, wenn heute nicht ſchon die Hypotheken auf den Couleurhaͤuſern und die Notwendigkeit fuͤr die ‚Alten Herren‘, ſie zu verzinſen, fuͤr ihre oͤkonomische Unſterblichkeit hinlaͤnglich Sorge truͤgen.“
Max Weber: Wahlrecht und Demokratie in Deutſchland. In: Geſammelte politiſche Schriften. Drei Masken Verlag, Muͤnchen 1921, Seite 309 (Zitiert nach Google Books) .„Ganz fern lag mir der Gedanke, in eine Couleur, das heißt in eine der farbentragenden Studentenverbindungen einzutreten, wie ich überhaupt zu festgelegten und irgendwie verpflichtenden Gemeinsamkeiten keinerlei Neigung verspürte.“
Arthur Schnitzler; Therese Nickl, Heinrich Schnitzler (Herausgeber): Jugend in Wien. Eine Autobiographie. Molden, Wien/München/Zürich 1968, Seite 95 (Zitiert nach Google Books) .
- selten, Jargon:Fahne (in bestimmten Farben)
„Hier lagen wir mit den dritten Jägern zuſammen, alſo mit ‚Couleur‘. Im Heere beſtehen zwiſchen einzelnen Regimentern beſondere Zuneigungen, ſo zwiſchen Huſaren und Jägern. Begegnet man ſich auf dem Marſche, ſo jubelt man ſich gegenſeitig zu: Couleur! Couleur!“
Konrad Küster: Ernstes und Heiteres aus grosser Zeit. Kriegserinnerungen von 1866 und 1870-71. Verlag J. Harrwitz Nachfolger, G. m. b. H., Berlin 1907, Seite 105 (Zitiert nach Internet Archive) .
- veraltet:„Gruppe von Personen, die eine bestimmte Richtung vertreten oder ihr angehören, die durch etwas Gemeinsames geprägt oder miteinander verbunden sind“
„Dieſer Repräſentant ſpricht von der nur ‚hegelphiloſophiſchen Ausbildung der Berliner Couleur.‘“
Friedrich Engels, Karl Marx: Die heilige Familie, oder Kritik der kritiſchen Kritik. Gegen Bruno Bauer & Consorten. Frankfurt am Main, Literariſche Anſtalt (J. Rütten) 1845, Seite 235 (Zitiert nach Google Books) .
- selten:(innerhalb einer gewissen Vielfalt) bestimmte geistig-weltanschauliche, politische, ideologische Ausrichtung, innere Einstellung (einer Person, Personengruppe)
„Es tanzen die Feuerwehrleute auf ihrem Hof in der Nähe der Place de la Nation, man kann hereinſpazieren und zuſehen, es tanzen Soldaten, Ladenmädchen, Bäckerfrauen und — auf dem Montparnaſſe — Schweden, Norweger, Polen und Amerikaner aller Couleuren.“
Peter Panter: Der 14. Juli. In: Voſſiſche Zeitung. Berliniſche Zeitung von Staats- und gelehrten Sachen. Nummer 342, 22. Juli 1925, Seite [10] (Morgen-Ausgabe; URL, abgerufen am 1. November 2018) .„Der Kanzler ist in den letzten Wochen derart mit rechtsstaatlichen Grundsätzen umgesprungen, daß man sich weitere Geniestreiche dieser Couleur nicht mehr leisten kann.“
Rudolf Augstein: Spiegelungen. List Verlag, München 1964 (List Taschenbücher ; 272), Seite 8 (Zitiert nach Google Books) .
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Couleur | die Couleurs / die Couleuren |
| Genitiv | der Couleur | der Couleurs / der Couleuren |
| Dativ | der Couleur | den Couleurs / den Couleuren |
| Akkusativ | die Couleur | die Couleurs / die Couleuren |
Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.