WortTüftler

derDamm

Wortart
Substantiv
Silbentrennung
Damm
Buchstaben
4
Scrabble-Punkte
8

Substantiv, maskulin (der)

Bedeutungen

  1. durch schüttende Anhäufung von Erdmassen und/oder Felsen, Steinen errichteter Wall
    • „Er zerstörte die Dämme der Reisfelder, die Amaterasu angelegt hatte, verstopfte die Wassergräben und beschmutzte Amaterasus Palast in der häßlichsten Weise.“Wilhelm Gundert: Schintoismus. In: Maximilian Kern (Herausgeber): Das Licht des Ostens. Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1922, Seite 526 .
    • „Durch Reihenexplosionen werden in wenigen Sekunden riesenhafte Dämme aufgeworfen, für die bisher viel Zeit und Arbeit aufgewendet werden mußte.“ZEITSPIEGEL. In: DIE ZEIT. Nummer 04, 22. Januar 1953, ISSN 0044-2070, Seite 2 (DIE ZEIT Archiv-URL, abgerufen am 15. Juni 2018) .
  2. der unter [1] beschriebene Wall als Uferbefestigung eines Gewässers zum Schutz vor Hochwasser
    • „Also sie bauen weiter an dem neuen Damm im nordwestlichen Ende der Devils Bay.“Karel Capek: Der Krieg mit den Molchen. In: Projekt Gutenberg-DE. 1. Buch, 4. Kapitel (Deeplink obsolet, URL) . Alte Version im Internet-Archiv abrufbar. *
    • „Die Vororte und Dörfer rechts der Mulde haben ihr eigenes System von Deichen und Dämmen; Waldersee ist völlig von einem fast kreisförmigen Damm umschlossen. Die Menschen mußten erreichen, daß die Dämme hielten.“Stefan Heym: Im Kopf – sauber. Schriften zum Tage. Paul List Verlag, Leipzig 1954, Seite 187 (Zitiert nach Google Books) .
  3. Anlage zum Stauen von Wasser
    • Hinter dem Damm stauten sich gewaltige Wassermassen, deren Energie sich in den 200 Meter tiefergelegenen Turbinen entlud, um weite Teile des Landes mit Elektrizität zu versorgen.
    • „Er kletterte mit Kati und Balla über die Gerüstbrücken, führte sie in das Innere des Dammes, in die Hallen, in denen bald das Wasser rauschen und die Turbinenschaufeln sich drehen würden.“Erik Neutsch: Spur der Steine. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 1964, Seite 836 .
  4. der unter [1] beschriebene Wall als Unterbau eines Verkehrsweges (Fahrweg, Schienenweg)
    • „Er wusste genau nur noch den Treck durch den Winter über den breiten baumlosen Damm der Landstrasse unter dem heulenden Lärm der Tiefflieger und die schreienden Pferde in ihrem unbehilflichen Wälzen und das Blut im Gesicht seiner Mutter und die stöhnenden Menschen unter den Planen neben den verrenkten vom Strassenpflaster geschüttelten Leichen, als die Wagen wieder fuhren hin zur anderen Seite des verdammten verdammten verdammten Scheisskriegs.“Uwe Johnson: Mutmaßungen über Jakob. Roman. 1. Auflage. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000, ISBN 978-3-518-39628-5, Seite 93 (Erstausgabe 1959) .
  5. in sumpfigem Gelände aus Holz (zumeist Holzbohlen) gefertigter Unterbau eines Fußweges
    • „Geleise einer Transportbahn, ein alter Bahnwagen, eine Stelle, wo unlängst mit Spaten Torf gestochen worden war, Reste von Torfabbaumaschinen, der Riedsee, Torfschuppen, Heidelbeerstauden, Erikas und andere Moorpflanzen, auf ins Moor gebauten Bohlenpfaden und auf Dämmen konnte alles bestaunt werden.“P. Stutz: Auf den Spuren der Torfstecher. In: St. Galler Tagblatt. Nummer 212, 12. September 2009, Seite 49 .
  6. Teil einer befestigten Straße, der für den Fahrzeugverkehr bestimmt ist
    • „Gehn Sie weg vom Damm, junger Mann, ſonſt überfährt Sie ein Auto.“Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz. S. Fischer Verlag, Berlin 1930, Seite 73 (Zitiert nach Google Books; Erstveröffentlichung 1929) .
    • „Am Alexanderplatz reißen ſie den Damm auf für die Untergrundbahn.“Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz. S. Fischer Verlag, Berlin 1930, Seite 136 (Zitiert nach Google Books; Erstveröffentlichung 1929) .
  7. übertragen:etwas, was (das Weiterkommen, das Erreichen eines Zieles, eine Entwicklung) be- oder verhindert
    • „Die Kräfte, die der Sturm der Verzweiflung in ihnen aufgewühlt hatte, hatten einen Willen, einen Weg. Der Damm war gebrochen.“Georg Heym: Der fünfte Oktober. In: Der Dieb. Ein Novellenbuch. Ernst Rowohlt Verlag, Leipzig 1913, Seite 23 (Zitiert nach Digitalisat der DNB; posthum erschienen) .
    • „Gleich mußte die Angst den Damm des Willens zerreißen und ihn überfluten.“Bruno Apitz: Nackt unter Wölfen. Roman. Ungekürzte Ausgabe, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1961 (rororo Taschenbuch 416/417), Seite 153 (Erstausgabe 1958) .
  8. (bei Säugetieren, ausgenommen Kloakentieren, vorhandene) Körperstelle, die als Weichteil-Brücke, den Darmausgang (After, Anus) von den äußeren Geschlechtsorganen (Hodensack/Skrotum, Scham/Vulva) trennt
    • Durch die Geburt war der Damm verletzt und musste medizinisch versorgt werden.
    • „Auch Schmerzen in den Monaten nach der Geburt traten bei den Frauen seltener auf, die ihren Damm vor der Geburt massiert hatten.“Hilfreiches Dehnen. In: Süddeutsche Zeitung. 25. Januar 2006, ISSN 0174-4917, Seite 9 .
  9. einen partiellen Bereich des Grubengebäudes von den übrigen Grubenbauten trennendes Bauwerk, das einen teilweisen oder vollständigen Verschluss der Strecke herstellt, um entweder zu verhindern, dass Wasser einströmt oder um den Wetterzug in eine bestimmte Richtung zu lenken oder um das weitere Ausbreiten eines Grubenbrandes zu verhindern
    • „Um dieser [Entzündung der Kohle] zu begegnen, sind die Zugänge des Abbaufeldes durch Dämme abgesperrt, welche den Zutritt der Luft und die mit diesem in Verbindung stehende Oxydation des Schwefelkieses verhindern. Die Dämme bestehen aus zwei 3 Fuss von einander entfernten Mauern, von welchen die dem Abbaufelde zugewendete aus Bergwänden, die dem offenen Grubenbaue zugekehrte aus Ziegelsteinen und gewöhnlichem Mörtel aufgeführt ist.“G. F. Herold: Der Bergbau in dem Steinkohlegebirge Englands und Schottlands. Bericht über eine im Jahre 1852 ausgeführte Reise. In: R[udolf]. v[on]. Carnall, mit Genehmigung der Ministerial-Abtheilung für Berg-, Hütten- und Salinenwesen (Herausgeber): Zeitschrift für das Berg-, Hütten- und Salinenwesen in dem preussischen Staate. Dritter Band, Verlag von Wilhelm Hertz, Berlin 1856, Seite 68 (Zitiert nach Google Books) .
  10. künstlicher See zum Sammeln von Wasser (Stausee)
    • „Nach den Regenfällen der letzten Wochen sind mittlerweile die Hälfte aller Dämme landesweit zu mindestens 90 % gefüllt.“Nachrichten am Abend. Hitradio Namibia, 1. Februar 2021, abgerufen am 21. März 2022.
    • „Laut dem staatlichen Wasserversorger NamWater liegt der gemeinsame Wasserstand aller Dämme in Namibia aktuell bei nur 20,2 Prozent.“Clemens von Alten: Stand aller Dämme in Namibia liegt bei insgesamt nur noch 20 Prozent. In: Allgemeine Zeitung. 20. November 2019, abgerufen am 21. März 2022 (Registrierung erforderlich).
Deklination
KasusSingularPlural
Nominativder Dammdie Dämme
Genitivdes Dammes / des Dammsder Dämme
Dativdem Damm / dem Dammeden Dämmen
Akkusativden Dammdie Dämme
Verkleinerungsformen
Dämmchen

Substantiv, maskulin (der)

Bedeutungen

  1. Becken für gestautes Wasser in der Art eines Stausees
    • „Dieser Tank füllt sich, so wie sich der Damm füllt. Solange der Wasserspiegel im Tank und draußen im Damm gleich ist, passiert nichts.“Irmgard Schreiber (Interviewerin), Kai Lund (Interviewter): Erstmals im Einsatz: Das Patent der Schleusen am Avis-Damm. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 20. Januar 2004, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 15. Juni 2018) .
    • „Sieben Artgenossen [Flusspferde] sind bereits auf der Farm, aber in einem weit entfernten Damm ausgesetzt worden.“Endlich in neuer Heimat und Freiheit. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 21. Juli 2005, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 15. Juni 2018) .
  2. kleine Mulde, in der sich Wasser angesammelt hat
Deklination
KasusSingularPlural
Nominativder Dammdie Dämme
Genitivdes Dammes / des Dammsder Dämme
Dativdem Damm / dem Dammeden Dämmen
Akkusativden Dammdie Dämme

Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.