dieFeder
- Wortart
- Substantiv
- Silbentrennung
- Fe·der
- Buchstaben
- 5
- Scrabble-Punkte
- 8
Substantiv, feminin (die)
Bedeutungen
- aus der Haut von Vögeln wachsendes, aus Keratin bestehendes Gebilde mit einer Art hornigem Stiel (dem sogenannten »Kiel«), von dem aus sich feine rippen- oder fadenartige Verästelungen (die sogenannte »Fahne«) abzweigen, und die Gesamtheit dieser Gebilde das Gefieder bildet
„Du häßlicher Vogel, wirst du einst
„Zugleich sträubten sich auch die Federn des Papageis.“
Joseph Roth: Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht. Allert de Lange, Amsterdam 1936, Seite 220 (Zitiert nach Google Books) .
- früher aus dem Kiel von [1] gefertigtes Gerät zum Schreiben und Zeichnen
„Ich flirrte jeden Augenblick zur Thür hinaus, aus Angſt, der Schulmeiſter möge aufwachen, draußen machte ich meinen Reim und ſchlich wieder auf den Zehen herbei, um ihn mit einer einſeitigen Feder, die wahrſcheinlich mit dem Brodkneip zugeſchnitten war, aufzuſchreiben, zuletzt nahm ich das blaue Band von meinem Strohhut und machte eine ſchöne Schleife um das Buch, damit er’s doch ſehen möge, denn ſonſt hätte dies ſchöne Gedicht leicht unter dem Wuſt der Schreibbücher verloren gehen können.“
Bettina von Arnim: Goethe’s Briefwechſel mit einem Kinde. Seinem Denkmal. Zweiter Theil, bei Ferdinand Dümmler, Berlin 1835, Seite 162–163 (Zitiert nach Deutsches Textarchiv) .„Er empfing mich in einem großen Zimmer, wo er gerade schrieb; eine Minute später legte er seine Feder nieder.“
Giacomo Casanova: Geschichte eines Lebens, herausgegeben und eingeleitet von Erich Loos, Band VII. Propyläen, Berlin 1985 (Neuausgabe) (übersetzt von Heinz Sauter), Seite 232.
- (zumeist elastisches, metallenes) spitz zulaufendes Plättchen zum Einsetzen in einen Federhalter, das dem Schreiben (mit Tinte) und dem Zeichnen (mit Tusche) dient; auch diese Art von Plättchen an einem Füller
„Er tauchte die Feder in das Tintenfass, in dem so viele Fliegenleichen herumschwammen, […].“
Joseph Roth: Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht. Allert de Lange, Amsterdam 1936, Seite 80 (Zitiert nach Google Books) .„Mit der verbogenen und verroſteten Feder war nicht zu ſchreiben, […].“
Ehm Welk: Der hohe Befehl. Opfergang und Bekenntnis des Werner Voß. Im Deutschen Verlag, Berlin 1939, Seite 366 (Zitiert nach Google Books) .
- Federhalter samt dem unter [3] beschriebenen Plättchen
„Und dann folgte die mit der Feder gezogene und übrigens in geringen Schwankungen verlaufende Wärmekurve nebſt ziffernmäßigen Angaben über die Häufigkeit von Bauſchans Puls.“
Thomas Mann: Herr und Hund. Ein Idyll. Knorr & Hirth, München 1919, Seite 74 (Zitiert nach Google Books) .„In den andern Schubladen, wenn ich die einmal aufzog oder eher noch hineinspähte, wenn der Vater es tat, waren Federn, Tuschefläschchen, Papiere, Heftklammern, Briefumschläge, Marken, Radiergummis.“
Urs Widmer: Das Buch des Vaters. Roman. Diogenes, Zürich 2004, ISBN 978-3-257-06387-5, Seite 16 .
- Schreibgerät mit einem kleinen Behälter für Tinte, der das Schreiben über einen längeren Zeitraum ermöglicht
„Mit einer Füllfeder sei nun einmal ein besonders schönes Schriftbild zu erzielen. Manche Kinder würden allerdings von sich aus viel zu früh einfordern, mit der Feder schreiben zu dürfen.“
Buchstaben lernen mit allen Sinnen. In: Die Presse. 28. Dezember 2009, ISSN 1563-5449, Seite 21, DNB 947702091 .
- Art und Weise des schriftlichen Ausdrucks, Stils
„Es gab Leute, die mit lockerer Feder ihre höchst liberalen Ansichten kundtaten.“
Maria Gräfin von Maltzan: Schlage die Trommel und fürchte dich nicht. Erinnerungen. 13. Auflage. Ullstein, Berlin 1998, ISBN 978-3-548-24536-2, Seite 129 (Erstausgabe 1986) .„Unsere Werkzeuge waren die Sprache, die Feder, das Hirn.“
Wolf Lepenies: Kultur und Politik. Deutsche Geschichten. Carl Hanser Verlag, München/Wien 2006, ISBN 978-3-446-20807-0, Seite 240 .
- (zumeist spiraliges oder blattförmiges) Bauteil, das durch elastische Verformung mechanische Energie speichert und wieder abgibt, indem es Druck oder Zug, Biegung oder Dehnung aushält und abfängt oder ausübt
Mechanische Uhren haben eine Feder, die man spannt, wenn man die Uhr aufzieht.
„Ein kleiner Kutschwagen, wacklig und alt, zockelte langsam das Ufer des Gave bis zum Felsen von Massabielle entlang und blieb dort wie ein Kinderspielzeug, dessen Feder plötzlich abgeschnurrt ist, am Rand der Landstraße stehen; […].“
Elisabeth Langgässer: Das unauslöschliche Siegel. Roman. 3. Auflage. Claassen & Goverts, Hamburg 1949, Seite 141 (Zitiert nach Google Books; Erstausgabe 1946) .
- (dünne) Leiste, die an einem (dickeren) Brett übersteht oder angefügt wird, um in eine rinnenartige Vertiefung (der sogenannten »Nut«) eines anderen Brettes zur Schaffung einer Verbindung eingepasst zu werden
Es war nicht besonders schwierig, den Bauteil mit der Feder in die entsprechende Nut des benachbarten Bauteils einzufügen.
- in rinnenartige Vertiefungen zweier benachbarter Bretter hineinschiebbare Leiste
Es war langwierig, eine Feder zu fräsen, die exakt in die Nuten der zu verbindenden Bauteile eingefügt werden konnte.
- am Rückgrat von Wildschweinen befindliche Borste
„Die langen Federn auf dem Rücken zeigten eine breite Lücke, denn dort hatte ihn [den Basse] eine Kugel gefaßt; […].“
Hermann Löns: Ein Hauptschwein. In: Mümmelmann. Ein Tierbuch. 11. Auflage. Adolf Sponholtz Verlag, Hannover [1910], Seite 155 (Zitiert nach Internet Archive; Erstausgabe 1909) .
- am Rückgrat des Schalenwildes befindliche abstehende Wirbelknochen; auch die Rippe oder (beim Zerlegen) das Rippenstück selbst
Die Kugel passierte zwischen zwei Federn des Rothirsches und schlug dann in einen Baum ein.
- Schwanz des Hasen
Es gibt weltweit verschiedene Arten von Hasen und Kaninchen, aber im Allgemeinen haben sie alle einen kleinen, buschigen Schwanz, auch Blume oder Feder genannt.
- eine Art Spieß zum Töten des Schalenwildes
Heutzutage wird die Feder (auch Saufeder genannt) vornehmlich bei Drückjagden benutzt.
- keilförmiges Werkzeug aus Eisen, das in große Wände getrieben wird
Früher wurden Federn im Abbau zerklüfteter Bereiche in sehr schmale Risse und Spalten getrieben.
- einer der Holzspäne, die an einem speziellen Holzscheit (dem sogenannten »Bart«) abgehoben wurden, der beim Feuermachen ganz nach unten gelegt wird und so als eine Art Zunder dient
Um ein Feuer zu machen, brauchte der Bergmann zwei bis drei Handvoll feiner Späne, die er Federn nannte.
- Bergmann, der nur eine theoretische Ausbildung durchlaufen hat, insbesondere ein mit Schreibarbeiten betrauter Bergbeamter
Zu dieser Zeit war er Feder, ein Bergbeamter, der sich in die Praxis des Bergbauwesens noch nicht eingearbeitet hat.
- umgangssprachlich:männliches Geschlechtsorgan
Ich habe keine Ahnung, warum die Österreicher den Penis Feder umgangssprachlich nennen. Vielleicht weil Feder auch „Schwanz“ bedeuten kann?
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Feder | die Federn |
| Genitiv | der Feder | der Federn |
| Dativ | der Feder | den Federn |
| Akkusativ | die Feder | die Federn |
Eigenname
Bedeutungen
- deutschsprachiger Nachname, Familienname
Frau Feder ist ein Genie im Verkauf.
Herr Feder wollte uns kein Interview geben.
Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.