WortTüftler

dieHummel

Wortart
Substantiv
Silbentrennung
Hum·mel
Buchstaben
6
Scrabble-Punkte
12

Substantiv, feminin (die)

Bedeutungen

  1. Vertreter einer Gattung aus der Familie der Echte Bienen mit plumpem, rundlichem Körper und einem pelzigen, häufig bunten Haarkleid (Bombus)
    • Die Hummel ist weltweit verbreitet, außer in Afrika südlich der Sahara und in Australien.
    • „Während am Rande der Arktis gewisse Hummeln zum solitären Dasein zurückgekehrt sind, da ihnen dort nur wenige Sommerwochen zur Verfügung stehen, bilden manche Hummeln und Wespen der Tropen volkreiche Kolonien, die viele Jahre überdauern und sich wie unsere Honigbienen durch ausgesandte Schwärme vermehren.“Gert von Natzmer: Tierstaaten und Tiergesellschaften. Von Herden und Familien, von sozialer Ordnung im Tierreich und ihrer höchsten Steigerung in den Insektenstaaten. Safari-Verlag, Berlin 1967, Seite 255 (Zitiert nach Google Books) .
  2. umgangssprachlich, scherzhaft:weibliche Person (vor allem [kleines] Mädchen), die ausgelassen, lebhaft, ungestüm, voller Temperament beziehungsweise übermütig ist
    • „Nun bin ich der Barbara im Ernſte gram. Das iſt eine kleine ungezogene Hummel !“Gottlieb Wilhelm Rabener: [Brief vom 4. Jänner 1758]. In: E. F. Weiße (Herausgeber): Gottl. Wilh. Rabeners freundſchaftliche Briefe. [V]on ihm ſelbſt geſammlet und nach ſeinem Tode, nebſt einer Nachricht von ſeinem Leben und Schriften. In der Heilmanniſchen Buchhandlung, Biel Ⅿ Ⅾ ⅭⅭ ⅬⅩⅫ [1772], Seite 54 (Zitiert nach Google Books) .
    • „Wie er ſich der blonden Schoͤnheit ſo genau erinnern und ſie mit der Tochter des liederlichen Pachters, einer wilden Hummel von Bruͤnette, verwechſeln kann, die Nachodine hieß, und die, wer weiß wohin gerathen iſt, das bleibt mir voͤllig unbegreiflich und intriguirt mich ganz beſonders.“Johann Wolfgang von Goethe: Wilhelm Meiſters Wanderjahre oder die Entſagenden. Erſtes Buch. In: Goethe’s Werke. Vollſtaͤndige Ausgabe letzter Hand. Einundzwanzigſter Band, in der J. G. Cotta’ſchen Buchhandlung, Stuttgart und Tuͤbingen 1830, Seite 111–112 (Zitiert nach Google Books)
Deklination
KasusSingularPlural
Nominativdie Hummeldie Hummeln
Genitivder Hummelder Hummeln
Dativder Hummelden Hummeln
Akkusativdie Hummeldie Hummeln

Substantiv, feminin (die)

Bedeutungen

  1. zu den Bordunzithern gehörendes Zupfinstrument
    • „[…], ſo rief er ſeine Magd herein, und duettirte mit ihr die ſchoͤne Aria: Komm mit mir in gruͤne Schatten, komm geliebte Sylvia ⁊c, wobey von ſeiner Seite der Fluͤgel redlich dran mußte, und die Kuͤchennymphe auf der Hummel akkompagnirte.“Johann Gottwerth Müller: Siegfried von Lindenberg. Erster Theil. Zweyte rechtmaͤßige und durchgehends geaͤnderte Ausgabe, bey Carl Friedrich Schneider, Leipzig 1781, Seite 211 (Zitiert nach Google Books; Erstausgabe 1779) .
    • „Der Göttinger Wolfgang Beisert ist einer der wenigen Musiker, die auf der Hummel spielen. Die Hummel sei ein Musikinstrument, das seinen Namen den tief klingenden Begleitsaiten außerhalb des Griffbretts verdankt. Diese ‚brummen beim Spiel auf dem Instrument immer mit – so wie ein Summen und Brummen der Hummeln im Flug‘, beschreibt Ulrich, der Zupfinstrumente baut und restauriert und dank seiner Recherchen als Spezialist für Hummel-Instrumente gilt. […] Die Hummel sei ein Vorläufer der Konzertzither und werde immer auf dem Tisch liegend gespielt.“Britta Eichner-Ramm: Ein anarchisches Instrument. In: Göttinger Tageblatt. 16. Januar 2016, Seite 18 .
Deklination
KasusSingularPlural
Nominativdie Hummeldie Hummeln
Genitivder Hummelder Hummeln
Dativder Hummelden Hummeln
Akkusativdie Hummeldie Hummeln

Substantiv, maskulin (der)

Bedeutungen

  1. Stier, der zur Zucht verwendet wird
    • „Und die Lumpen, die sind früher, als sie noch auf der Weide waren, aufeinander los und haben geboxt, und da hat sich die Natur geschützt und hat dem Hummel, also dem männlichen Tier, eine stärkere Bauchhaut wachsen lassen.“Frieder Stöckle: Altes Handwerk im 20. Jahrhundert. Dörfliche Arbeits- und Lebenswelten in Nord-Württemberg ; Dokumentation, Rekonstruktion, Didaktik. 7. Auflage. 1. Band: Darstellung, Silberburg-Verlag, Tübingen/Stuttgart 1999, ISBN 3-87407-173-1, Seite 397 (Zitiert nach Google Books; Erstausgabe 1993) .
Deklination
KasusSingularPlural
Nominativder Hummeldie Hummel / die Hümmel
Genitivdes Hummelsder Hummel / der Hümmel
Dativdem Hummelden Hummeln / den Hümmeln
Akkusativden Hummeldie Hummel / die Hümmel

Substantiv, feminin (die)

Bedeutungen

  1. historisch, regional:flacher Boden in einer Mälzerei, auf dem das Grünmalz in sogenannten Haufen ausgebreitet wird
    • Nach ein paar Tagen in der Hummel hat der Malz gekeimt.
  2. historisch, regional:Ort innerhalb eines Bauernhofs, an dem Kartoffeln und Rüben aufbewahrt werden
Deklination
KasusSingularPlural
Nominativdie Hummeldie Hummeln
Genitivder Hummelder Hummeln
Dativder Hummelden Hummeln
Akkusativdie Hummeldie Hummeln

Eigenname

Bedeutungen

  1. deutscher, österreichischer und Schweizer Familienname
    • „Der Ulmer Intendant Pavel Fieber wurde mit Drohbriefen eingedeckt: ‚Fahren Sie und der Herr Hummel zur Hölle‘, schrieb ein Schwabe voll christlicher Nächstenliebe, ‚oder bekommen Sie die Syphilis.‘“Hummel und Hölle. In: DER SPIEGEL. Nummer 23, 31. Mai 1987, ISSN 0038-7452, Seite 226 .
    • „Frau Hummel erzählte, wie sie sich in Land und Leute verliebt hat: Sie hatte sechs Wochen mit ihrer Familie im Camper Kanada erfahren.“Vom ewigen Eis ins blühende Land. In: Süddeutsche Zeitung. 31. Januar 1992, ISSN 0174-4917 (Beilage) .

Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.