WortTüftler

dieKatze

Wortart
Substantiv
Silbentrennung
Kat·ze
Buchstaben
5
Scrabble-Punkte
10

Substantiv, feminin (die)

Bedeutungen

  1. in zahlreichen Rassen gezüchtetes, dem Menschen verbundenes, anschmiegsames Haustier (Felis silvestris catus)
    • „Eine große alte fleischige Katze lag träg ausgebreitet auf dem Tisch und die Lehrerin untersuchte ihre offenbar ein wenig verletzte Pfote. Frieda hatte also doch recht gehabt, diese Katze war zwar nicht auf sie gesprungen, denn springen konnte sie wohl nicht mehr, aber über sie hinweggekrochen, war über die Anwesenheit von Menschen in dem sonst leeren Hause erschrocken, hatte sich eilig versteckt und bei dieser ihr ungewohnten Eile verletzt.“Franz Kafka; Max Brod (Herausgeber): Das Schloss. Roman. Kurt Wolff Verlag, München 1926, Seite [252]–[253] (Zitiert nach Wikisource-Quellentext „Seite:De_Kafka_Schloß_252.jpg“ und „Seite:De_Kafka_Schloß_253.jpg“) .
    • „Auch wenn Katzen vor seiner Tür jaulten, stand er auf vom Lager, selbst bei Kälte, und ließ sie in die Wärme ein.“Bertolt Brecht: Geschichten vom Herrn Keuner. Der verwundete Sokrates. Fackelträger-Verlag Schmidt-Küster, Hannover 1959, Seite 17 (Zitiert nach Google Books; Lizenzausgabe des Weiss Verlag, Berlin) .
  2. weibliches Exemplar des unter [1] beschriebenen Haustieres
    • „Jede Katze werde im Jahr zwölf Junge werfen, die Ratten sich viermal so schnell vermehren.“Lion Feuchtwanger: Erfolg. Drei Jahre Geschichte einer Provinz. Erster Band, Querido Verlag, Amsterdam 1934, Seite 338–339 (Zitiert nach Google Books; Erstausgabe bei Gustav Kiepenheuer, Berlin 1930) .
    • „Ich muß lachen, wenn sich die Jungen unserer Katze Thusnelda balgen, […].“Erwin Strittmatter: Der Laden. Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1983, Seite 193 .
  3. weibliches Exemplar von Luchs, Murmeltier, Wildkatze
    • „Wir sind jetzt im Gebiet der Katzen, Bären und Affen, das heißt im Murmeltiergebiet. Katzen werden die weiblichen, Bären die männlichen und Affen die jungen Murmeltiere genannt.“Irene Prugger: Almgeschichten. Vom Leben nah am Himmel. löwenzahn Verlag, Innsbruck 2015, ISBN 978-3-7066-2712-2 (E-Book; zitiert nach Google Books) .
    • „Bei der Verteidigung des Reviers kämpfen Bären gegen Bären und Katzen gegen Katzen, wie die männlichen und weiblichen erwachsenen Murmata genannt werden.“Franz Bamert: Abenteuerland Schweiz. Die besten Ausflüge für alle Jahreszeiten. Seite 75 (Zitiert nach Google Books) .
  4. Vertreter einer Familie von katzenartigen Raubtieren (Felidae), die nahezu weltweit in zahlreichen Arten vorkommen
    • „Es riecht ja auch keine Blume und Blüte so, sondern in der Naturgeschichtsstunde haben wir es gehabt, daß manche Tiere es absondern aus gewissen Drüsen, Ratten, Katzen, die Zibetkatze, das Moschustier.“Thomas Mann: Die Betrogene. Erzählung. 16.–20. Tausend, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1954, Seite 23 (Erstveröffentlichung 1953) .
    • „Die kleine reizbare Katze [= ein junger Tiger] lag im Tierpark an den Stäben, zerriß und verschlang blutfrisches Fleisch, tappte nach dem Futterstock, folgte dem Wärter mit den Augen, gähnte gedankenlos.“Uwe Johnson: Das dritte Buch über Achim. Roman. [5. Auflage,] 21.–25. Tausend, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1962, Seite 48 .
  5. veraltet, regional:kleines (flexibles) Behältnis für das bei sich getragene Geld
    • „Die Uhr ſchlägt drei. ‚Es iſt Zeit‘, ſagte er, ‚komm!‘ ſtreicht das Geld in meine Katze, ſteckt noch von dem ſeinigen dazu und ſchnallt ſie um.“L. von Francois: Judith, die Kluswirthin. In: F. W. Hackländer, Edmund Hoefer (Herausgeber): Hausblätter. Dritter Band, Verlag von Adolph Krabbe, Stuttgart 1862, Seite 426 (Zitiert von Google Books sowie Digitalisat des MDZ) .
  6. derb:die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane
    • „Nun sah er meine heiße, feuchte, rasierte Katze. Seine Hände fassten sofort nach meinen Oberschenkeln.“Helena Zauber: Die unglaubliche Geschichte von Ivonne und Friedhelm, der richtig Erich hieß. Eine erotische Abenteuer Geschichte, frei nach einer wahren Begebenheit. neobooks, München 2014, ISBN 978-3-8476-1238-4 (E-Book; zitiert nach Google Books) .
  7. umgangssprachlich, abwertend, veraltet:(besonders leichte; streitsüchtige, zänkische) weibliche Person
    • „Aber Katze, wer ſagt denn, daß du das gethan hätteſt! Du biſt ja eine reizende Katze.“Peter Roſegger: Weltgift. Roman. Vierzehntes Tauſend, Verlag von L. Staackmann, Leipzig 1903, Seite 144 (Zitiert nach Internet Archive) .
    • „Du bist ja wahnsinnig, du tolle Katze.“Franz Kafka; mit einem Nachwort von Max Brod: Amerika. Roman. Kurt Wolff Verlag, München 1927, Seite [91] (Zitiert nach Digitalisat der ULB Düsseldorf) .
  8. umgangssprachlich, veraltet:(besonders hübsches, lebenslustiges) weibliches Kind beziehungsweise junge, heranwachsende Frau
    • „Die ſchmucke Katze hält mich für verrückt!“Julius Roſen [Pseudonym von Nikolaus Duffek]: Deutſcher Krieg. Luſtspiel in 3 Akten. In: Geſammelte Dramatiſche Werke. Neunter Band, Eduard Bloch, Berlin [1877], Seite 62 (Zitiert nach Google Books) .
    • „Lizzie war ſo viel unbeſchwerter. Ja, wie eine luſtige Katze erſchien ſie Grete Erb, eine Katze, die geſtreichelt werden wollte und die Krallen wies, wenn man nicht nach ihrem Willen tat.“Grete von Urbanitzky: Der wilde Garten. Roman. Hesse & Becker Verlag, Leipzig 1927, Seite 69 (Zitiert nach Google Books sowie Digitalisat des ALO) .
  9. umgangssprachlich, veraltet:weibliche Person, die für ein Entgelt sexuelle Handlungen als Dienstleistung anbietet und ausübt
Deklination
KasusSingularPlural
Nominativdie Katzedie Katzen
Genitivder Katzeder Katzen
Dativder Katzeden Katzen
Akkusativdie Katzedie Katzen
Verkleinerungsformen
Kätzchen, Kätzlein

Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.