derPapagei
- Wortart
- Substantiv
- Silbentrennung
- Pa·pa·gei
- Buchstaben
- 7
- Scrabble-Punkte
- 14
Substantiv, maskulin (der)
Bedeutungen
- vorwiegend in den Tropen beheimatete, oft auffällig farbiger Vogel mit stark nach unten gekrümmtem Schnabel und Kletterfuß, kann oft menschliche Sprache oder andere Geräusche nachahmen
Auf den entflogenen Papagei wurde ein hoher Finderlohn ausgesetzt.
„Wie er auf seiner niederländischen Reise gegen seine herrlichen Kunstwerke, womit er sein Glück zu machen hoffte, Papageien eintauscht und, um das Trinkgeld zu sparen, die Domestiken porträtiert, die ihm einen Teller Früchte bringen!“
Johann Wolfgang von Goethe: Italienische Reise Auch ich in Arkadien! [1813–1816]. In: Erich Trunz (Herausgeber): Goethes Werke. Band 11: Autobiographische Schriften Ⅲ, C.H. Beck, München 1982, Seite 103 .
- zumeist (auf einen Pfahl, Mast oder dergleichen) aufgestecktes, aus Holz oder Pappe und in (stilisierter) Form eines Vogels gefertigtes Ziel (Schützenvogel), nach dem geschossen wird
„Brust, Flügel und Leib dieses Papagei, der als solcher nicht zu verkennen ist, tragen wie beim Wernigeröder Vogel Königsschildchen, nur daß wie bei dem Vogel auf Blatt 1 die Schildchen nachträglich am Vogel befestigt sind, während beim Wernigeröder Kleinod Wappen, Namen und Jahre gleich mit dem Vogel herausgearbeitet erscheinen.“
Eduard Jacobs: Die Schützenkleinodien und das Papageienschiessen. Ein Beitrag zur Kulturgeschichte des Mittelalters. Angerstein, Wernigerode 1887, Seite 38 (Zitiert nach Google Books) .„Außer nach dem Papagei schossen die Schützen der älteren Zeit durch den Ring, eine Übung, über welche nichts Näheres bekannt ist.“
Julius Jaeger: Duderstadt & sein Schützenwesen. Festschrift zur 600jährigen Feier des Bestehens der Schützengesellschaft und des Schützenhofes der Stadt Duderstadt. Duderstadt 1902, Seite 36 (Zitiert nach Google Books) .
- jedweder Vogel, der zum Sprechen abgerichtet werden kann
- schwatzhafte Person, die nur Vorgesagtes oder Gehörtes nachspricht (ohne es inhaltlich erfasst zu haben)
„Jack war ein Papagei. Er sprach gern nach.“
Wolfgang Koeppen: Tauben im Gras. Roman. 1. Auflage. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-518-39453-3, Seite 221 (Erstveröffentlichung: Frankfurt am Main, 1951) .
- begleitender Assistent höherer Vorgesetzter
- Schauspieler, der sich nur an den Wortlaut des Textbuches hält, aber nicht zu improvisieren vermag
„Im 19. Jahrhundert spitzte sich die Debatte dahingehend zu, dass behauptet wurde, der Schauspieler sei höchstens ein brillanter Kopist, nicht viel mehr als ein ‚Papagei[…]‘ – wie sich Constantin Coquelin in seiner Schrift Die Kunst und der Schauspieler (1883) beschwerte.“
Christine Künzel: “Die Kunst der Schauspielerin ist sublimierte Geschlechtlichkeit”. Anmerkungen zum Geschlecht der Schauspielkunst. In: Gaby Pailer, Franziska Schößler (Herausgeber): GeschlechterSpielRäume. Dramatik, Theater, Performance und Gender. Editions Rodopi, Amsterdam/New York 2011 (Amsterdamer Beiträge zur neueren Germanistik ; 78), ISBN 978-90-420-3275-0, Seite 246 (Zitiert nach Google Books) . Die Kursivsetzungen sowie die Fußnotenmarkierungen des Originalsatzes wurden nicht übernommen.
- Schüler, der die Klasse wiederholen muss
- weibliche Person, die stark geschminkt ist
„Sie beobachtete aufmerksam die Frauen, die um sie herumsaßen. Sie studierte ihre Kleider, und sie forschte in ihren Gesichtern nach derselben Erwartung, die in ihr war. Sie fand sie nicht. Sie fand böse, ältliche Papageien, die zu stark geschminkt waren und aus faltigen, lidlosen Augen auf die jüngeren Frauen blickten, und junge Frauen zerbrechlicher Eleganz, deren skeptischen Blicken nichts entging als die unbegreifliche Faszination einfachen Da-Seins.“
Erich Maria Remarque: Der Himmel kennt keine Günstlinge. Roman. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1961, Seite 147 (Zitiert nach Google Books) .
- Frau mit auffälliger Bekleidung
„Manche Mitbewohner stört es, wie sich Frau Riedel ‚aufgetakelt‘, in ‚grelle‘ Farben gekleidet, meist mit breitrandigem Hut, sehen lässt. […] In der Dokumentation steht zu lesen, dass einige Bewohner gehässig von ihr als ‚der Papagei‘ sprechen.“
Ilka Köther (Herausgeber): Altenpflege. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart/New York 2011, ISBN 978-3-13-139133-9, Seite 18 (Zitiert nach Google Books) .
- Ehefrau, die geschmacklos und übertrieben gekleidet ist und daher als hässlich empfunden wird
- regional:rheinisch südhessisch schwatzhaftes beziehungsweise geschwätziges Weib
- regional:südhessisch jemand, der andere nachahmt
- regional:südhessisch jemand, der alles nachspricht
- regional:rheinisch am Wasser lebendes, stabförmiges Raubinsekt mit vier nicht faltbaren Flügeln
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Papagei | die Papageien / die Papageie |
| Genitiv | des Papageien / des Papageis / des Papageies | der Papageien / der Papageie |
| Dativ | dem Papageien / dem Papagei / dem Papageie | den Papageien |
| Akkusativ | den Papageien / den Papagei | die Papageien / die Papageie |
Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.