dieSynagoge
- Wortart
- Substantiv
- Silbentrennung
- Sy·n·a·go·ge
- Buchstaben
- 8
- Scrabble-Punkte
- 20
Substantiv, feminin (die)
Bedeutungen
- Ort (Raum oder Gebäude), an dem sich die jüdische Gemeinde zum Gebet und zur Unterweisung versammelt
In Deutschland müssen noch immer Synagogen polizeilich bewacht werden.
„Er hatte mit angesehen, wie völkische Truppen unter Führung des Standartenführers Klein aus Heilbronn den Ort besetzten, die Synagoge umstellten, den Gottesdienst - es war ein Samstag - unterbrachen. Sie trieben die Männer aus der Synagoge und schlossen die Frauen dort ein, ohne ihnen zu sagen, was weiter mit den Männern geschehen würde. Die Männer brachten sie aufs Rathaus und untersuchten sie »auf Waffen«. Warum die Männer zum samstäglichen Gottesdienst in die Synagoge Waffen mitgenommen haben sollten, blieb unerfindlich.“
Lion Feuchtwanger: Die Geschwister Oppermann. Querido Verlag, Amsterdam 1933, Seite 307 (Zitiert nach Google Books) .
- die an dem unter [1] beschriebenen Ort zusammenkommende, sich versammelnde jüdische Gemeinde
„Dort hat eine ganze Synagoge für mich gebetet.“
Peter Tautfest: Ⅴ. Familie und Freunde. In: taz.die tageszeitung. 2. Juni 2001, ISSN 0931-9085 (taz Print-Archiv, abgerufen am 2. April 2017) .„Dann lief die Braut vorne beim Altar um eine Art Zelt herum, siebenmal, am Ende zertrat der Bräutigam Glasscherben, und die ganze Synagoge rief «Masel tov!» - viel Glück!“
Masel tov. In: Tages-Anzeiger. 26. April 2012, Seite 24 .
- (die örtliche, religiöse) jüdische Gemeinde
„Jüdische Mitbürger blieben auch in Sötern nicht vor der Verfolgung durch die Nazis verschont. Die örtliche Synagoge wurde vernichtet.“
Ein Zeichen gegen Antisemitismus. Engagierte Bürger erinnern in Sötern an die Verfolgung jüdischer Mitbürger. In: Saarbrücker Zeitung. 26. April 2008 .
- Gesamtheit der jüdischen Kultusinstitution
„Das Studium Descartes’ und der Naturwissenschaften vollendete den Bruch mit der Synagoge, den man umsonst durch Bestechung und Drohungen, ja durch einen Mordversuch zu hindern suchte.“
Karl Vorländer: Geschichte der Philosophie. 4. Auflage. 2. Band: Die Philosophie der Neuzeit, Felix Meiner, Leipzig 1913, Seite 38 (Zitiert nach Google Books) .„Historisch gesehen, hat der Tempeluntergang letztlich die Trennung zwischen Synagoge und Kirche befördert und verfestigt.“
Thomas Küttler: Wie soll die Kirche des Neuen Bundes sich zum Judentum stellen? In: Folker Siegert (Herausgeber): Kirche und Synagoge. Ein lutherisches Votum. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2012, ISBN 978-3-525-54012-1, Seite 335 (Zitiert nach Google Books) .
- (zusammen mit der Ecclesia dargestellte) Allegorie des Alten Testaments, das heißt des Judentums, in Gestalt einer Frau mit verbundenen Augen, zerbrochenem Stab in der Hand und niederfallender Gesetzestafel
„Seit dem 9. Jahrhundert versinnbildlichen Synagoge und Ecclesia in der christlichen Kunst das Verhältnis zwischen dem Alten und dem Neuen Bunde.“
Alfried Wieczorek, Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Herausgeber): Die Staufer und Italien. Drei Innovationsregionen im mittelalterlichen Europa. Band 2: Objekte, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2010 (Reiss-Engelhorn-Museen: Publikationen der Reiss-Engelhorn- Museen ; Band 38), ISBN 978-3-8062-2366-8, Seite 312 (Zitiert nach Google Books) .
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Synagoge | die Synagogen |
| Genitiv | der Synagoge | der Synagogen |
| Dativ | der Synagoge | den Synagogen |
| Akkusativ | die Synagoge | die Synagogen |
Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.