derTalmud
- Wortart
- Substantiv
- Silbentrennung
- Tal·mud
- Buchstaben
- 6
- Scrabble-Punkte
- 9
Substantiv, maskulin (der)
Bedeutungen
- nachbiblisches Hauptwerk des Judentums in Form einer Schriftensammlung, entstanden in mehrhundertjähriger mündlicher und schriftlicher Überlieferung, bestehend aus der »Mischna« (Rechtssammlung in Hebräisch) und der auf ihr aufbauenden »Gemara« (Diskussion und Kommentar in Aramäisch) – das Werk liegt in zwei Fassungen vor, der des älteren Jerusalemer beziehungsweise palästinischen Talmuds und der des umfangreicheren und verbindlicheren babylonischen Talmuds
„Dem Mitherausgeber der kritischen Kafka- Ausgabe Jost Schillemeit war vor allem im Prozess- Roman «diese ständige Wiederholung des Gleichen ohne jeden sichtbaren Fortschritt, dieses Auf-der-Stelle-Treten» aufgefallen; hier im Talmud finden wir – fand Kafka – genau dasselbe: ständige Wiederholungen gleicher oder ähnlicher Sätze oder Satzteile, unterschiedliche Lösungen der Fragen, die in ihrer Widersprüchlichkeit vorgetragen werden ohne dass ein Ende gefunden wurde. Ob Kafka in seiner Schreibweise durch den Talmud bestärkt wurde, bleibt allerdings eine Entscheidung jedes Interpreten.“
Manfred Voigts: Nachrichten aus der Ferne: Franz Kafka und der Traktat Berachot von E. M. Pinner. In: Jüdische Zeitung Online. Februar 2009, ISSN 1861-4442 (URL, abgerufen am 27. Mai 2019) .„Der Exodus der Juden aus Mesopotamien, deren Präsenz dort bis zur Zerstörung des ersten Tempels im Jahre 587 v. Chr. zurückreicht, wäre noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts undenkbar gewesen. Hier ist der Talmud entstanden, wurden jüdische Gesetze abgefasst.“
Adam Shatz: Das babylonische Paradies. Die irakischen Juden: ein unbekanntes Kapitel aus dem 20. Jahrhundert. In: Le Monde diplomatique Online. Deutschsprachige Ausgabe. Nummer 8852, 3. April 2009 (übersetzt von Niels Kadritzke), ISSN 1434-2561 (URL, abgerufen am 27. Mai 2019) .
- Exemplar des unter [1] beschriebenen Werks
„In diesen beiden hebräisch durchmischten aramäischen Dialekten sind auch die beiden Talmude, der Jerusalemer und der babylonische, niedergelegt.“
Salcia Landmann: Jiddisch. Das Abenteuer einer Sprache. Ullstein, Frankfurt am Main/Berlin 1988, ISBN 3-548-35240-5, Seite 68 .„Unter der geistigen Führerschaft der ‚Rabbinen‘, der selbst ernannten Elite des Judentums, entstanden Werke, die bis in die Gegenwart das Selbstverständnis des Judentums prägen sollten – als das bekannteste und einflussreichste der Talmud oder genauer die beiden Talmudim: der palästinensische und der babylonische Talmud.“
Rabbinische Religiosität. Aharon Agus untersucht die Entstehung des Judentums. In: Süddeutsche Zeitung. 27. Oktober 2001, ISSN 0174-4917, Seite ROM5 .
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Talmud | die Talmude / die Talmudim |
| Genitiv | des Talmud / des Talmuds / des Talmudes | der Talmude / der Talmudim |
| Dativ | dem Talmud / dem Talmude | den Talmuden / den Talmudim |
| Akkusativ | den Talmud | die Talmude / die Talmudim |
Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.