dieTulpe
- Wortart
- Substantiv
- Silbentrennung
- Tul·pe
- Buchstaben
- 5
- Scrabble-Punkte
- 9
Substantiv, feminin (die)
Bedeutungen
- Blütenpflanze (Tulipa) aus der Familie der Liliengewächse (Liliaceae)
Ein Beet voller Tulpen wurde von den Gärtnern angelegt.
Bey dieſen Worten oͤffnete der Markeſe die fließpapierne Tuͤte, die er mitgebracht, und mit langſamer Sorgfalt zog er daraus hervor eine wunderſchoͤne Tulpe.
H[einrich]. Heine: Reiſebilder. Dritter Theil, bey Hoffmann und Campe, Hamburg 1830, Seite 231 (Zitiert nach Deutsches Textarchiv) .
- übertragen:Stielglas, dessen Form der einer Tulpenblüte ähnelt und aus dem insbesondere Bier (Pils), Wein oder Sekt getrunken wird
Zur Tulpe gehört ein Pilsdeckchen.
‚Knuſämon!‘ ſagte Wordelmann und hob ſeine breite Tulpe zu Schmitzdorff rüber.
Georg Hermann: Grenadier Wordelmann. Ein Roman aus friderizianiſcher Zeit. Im Verlag Ullſtein, Berlin 1930, Seite 153 (Zitiert nach Google Books) .
- übertragen:Glasgefäß, um den Urin eines (bettlägerigen) Patienten aufzufangen
- übertragen, veraltet, regional:Regenschirm, der durch heftigen Wind umgestülpt worden ist
Unfähig, mich zu vertheidigen gegen die Angriffe des Sturmes, da links Madame Spindelbein meinen Arm feſtgenommen hatte, rechts ich die Parapluie-Tulpe hielt, und zum Ueberfluſſe noch an meinem Rock-Schlepptaue das weinende Kind nachzuziehen hatte, riß ein zweiter Windſtoß mir den Hut vom Kopfe, und jagte ihn im vollen Fluge davon.
Ferd. Großkopf: Briefe des Herrn Hilarius aus Wien an ſeine Couſine in der Provinz. In: Der Telegraph. [Ö]sterreichisches Conversationsblatt für Kunſt, Literatur, geſelliges Leben, Theater, Tagesbegebenheiten, Induſtrie und Fabrikweſen. Nummer 122, 7. Oktober 1836, Seite 489 (Zitiert nach Google Books) .
- salopp:jemand, der eigenartig, merkwürdig, sonderbar, wunderlich und mitunter dümmlich ist
Dieser Ingenieur Kroysing war eine komische Tulpe.
Arnold Zweig: Erziehung vor Verdun. Roman. Querido Verlag, Amsterdam 1935, Seite 527 (Zitiert nach Google Books) .
- salopp:Mädchen, das unbeständig ist und häufig den Freund wechselt
Ach, ehrwuͤrdiger Herr! glauben Sie nur nicht, daß ich ſo klug ſey wie ich ausſehe, es fehlt mir durchaus nicht an Religion, ich bin keine Tulpe, bey Leibe keine Tulpe, nur um des Himmels Willen keine Tulpe, ich will lieber alles glauben!
H[einrich]. Heine: Nachtraͤge zu den Reiſebildern. 1. Auflage. Bey Hoffmann und Campe, Hambubrg 1831, Seite 89–90 (Zitiert nach Deutsches Textarchiv) .
- regional:(breite und/oder dicke und/oder große) Nase (besonders die gerötet ist), vor allem aber eine Stülpnase
südhessisch: „Ui guck emōl, was der e T[ulb]. hodd!“
Nach Friedrich Maurer (Begründer); nach den vorarbeiten von Friedrich Maurer, Friedrich Stroh und Rudolf Mulch bearbeitet von Rudolf Mulch: Südhessisches Wörterbuch. Band Ⅰ: A—D, N. G. Elwert Verlag, Marburg 1965–1968, ISBN 3-7708-0388-4 (Gesamtwerk), DNB 955861691 (Digitalisat des LAGIS) , Stichwort »Tulpe«, Spalte 1813–1814.südhessisch: „De Siffer kennd mer an seiner D[ulb].“
- veraltet:oberster Körperteil eines Menschen
obersächsisch (Leipzig): „Ich geb der eens of de Tulpe.“
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Tulpe | die Tulpen |
| Genitiv | der Tulpe | der Tulpen |
| Dativ | der Tulpe | den Tulpen |
| Akkusativ | die Tulpe | die Tulpen |
Anagramme von Tulpe
Dieses Wort besteht aus genau denselben Buchstaben wie „Tulpe“:
Wörter aus den Buchstaben von Tulpe
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Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.