WortTüftler

derDreh

Wortart
Substantiv
Silbentrennung
Dreh
Buchstaben
4
Scrabble-Punkte
5

Substantiv, maskulin (der)

Bedeutungen

  1. umgangssprachlich:spontaner Einfall; Methode und/oder Möglichkeit, mit der sich ein Problem lösen lässt
    • „Aber unsere Juristen finden da bestimmt einen Dreh, um Ihnen aus der Patsche zu helfen.“Lion Feuchtwanger: Der falsche Nero. Roman. 1. Auflage. Aufbau-Verlag, Berlin 1994, ISBN 3-351-02209-3, Seite 141 (Zitiert nach Google Books) .
  2. umgangssprachlich:Methode, mit der man etwas aussichtsreich, vielversprechend beikommt; ausschlaggebender Handgriff; übliches Verfahren
    • „[…]die Aufgabe der Schriftstellerei bestehe schließlich darin, die Dinge durch einen bestimmten Dreh durchsichtig zu machen, damit die höhere Idee hinter ihnen durchschimmere, ahnbar werde, ja, durch einen solchen Dreh[…]“Friedrich Dürrenmatt: Das Versprechen. Requiem auf den Kriminalroman. 1. Auflage. Diogenes, Zürich 1980, ISBN 3-257-20852-9, Seite 142 (Lizenzausgabe des Verlags Die Arche, Zürich, zitiert nach Google Books) .
  3. umgangssprachlich:Methode, durch die absichtlich ein falscher Eindruck entsteht; betrügerische, unfaire Handlungsweise
    • „Folgedessen benützt Manasse einen Dreh. Da nun Pinkus dem Freund gegenüber denselben Dreh anwenden würde, durchschaut er Manasses Manöver, erbost sich über die Wahrheit und fühlt sich angelogen.“Harry Pross: Vor und nach Hitler. Zur deutschen Sozialpathologie. Walter-Verlag, Olten/Freiburg im Breisgau 1962, Seite 227, DNB 453864627 (Zitiert nach Google Books) .
  4. seltener:
  5. umgangssprachlich:Vorgang des Sichdrehens
    • „Im gleichen Augenblick jedoch war er mit einer ungeahnten Reaktionsschnelle herumgefahren, mit einem Dreh auf seinem Schuhabsatz und leicht geknickten Knien.“Uwe Bekemann: Im Bann des Augenblicks. epubli, Berlin 2012, ISBN 978-3-8442-1616-5 , keine Seitenangabe (E-Book, zitiert nach Google Books).
  6. umgangssprachlich:Aufzeichnung eines Films
    • „Beim Dreh selber sollte so wenig wie möglich dem Kameramann ins Handwerk ‚gepfuscht‘ werden. Jede Unterbrechung des Drehs einer Szene kann diese sofort ganz zerstören.“Thomas Morawski, Martin Weiss: Trainingsbuch Fernsehreportage. Reporterglück und wie man es macht – Regeln, Tipps und Tricks. 1. Auflage. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-531-15250-9, Seite 92 (Zitiert nach Google Books) .
    • „Das Bild verschwimmt, löst sich auf, weitet sich, wird wieder scharf und zeigt die Totale, das Set mit allen am Dreh Arbeitenden, den Kameras, der Technik, zeigt also zum Abschluss die technisch-medialen, personalen und theatralen Bedingungen des eben gesehenen Films.“Kristin Marek: Wa(h)re Objektivität. Bildpolitik im Fernsehen – Bildwissen durch Kunst. In: Ursula Frohne, Jutta Held (Herausgeber): Kunst und Politik, Jahrbuch der Guernica-Gesellschaft. Schwerpunkt: Politische Kunst heute. 1. Auflage. Band 9/2007, Universitätsverlag Osnabrück bei V&R unipress, Göttingen 2008, ISBN 978-3-89971-389-3, Seite 130 (Zitiert nach Google Books) .
Deklination
KasusSingularPlural
Nominativder Drehdie Drehs / die Drehe
Genitivdes Drehes / des Drehsder Drehs / der Drehe
Dativdem Drehden Drehs / den Drehen
Akkusativden Drehdie Drehs / die Drehe

Substantiv, maskulin (der)

Bedeutungen

  1. Südafrika (KwaZulu-Natal):
  2. Stelle, an der zwei Straßen zusammentreffen
  3. Stelle, an der ein Verkehrsweg eine Biegung/Krümmung in eine bestimmte Richtung macht
  4. Stelle, an der ein Fluss eine Biegung/Krümmung in eine bestimmte Richtung macht
Deklination
KasusSingularPlural
Nominativder Drehdie Drehen
Genitivdes Drehes / des Drehsder Drehen
Dativdem Drehden Drehen
Akkusativden Drehdie Drehen

Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.