WortTüftler

dasWeh

Wortart
Substantiv
Silbentrennung
Weh
Buchstaben
3
Scrabble-Punkte
6

WehSubstantiv, neutrum (das)

Bedeutungen

  1. gehoben:seelischer Schmerz
    • Sein Wohl und Weh hing am seidenen Faden.
    • „Diesem Etwas, als dem unverwelklichen Keime des irdischen Lebens, und dem Prinzip alles Wohls steht geradezu der Grund der Vergänglichkeit und Hinfälligkeit, der irdische Tod, als das Prinzip alles Wehes entgegen.“Dr. Troxler: Blicke in das Wesen des Menschen. Bei Heinrich Remigius Sauerländer, Aarau 1812, Seite 257 (Zitiert nach Google Books) .
  2. selten:körperlicher Schmerz
    • „Ihre ganze Bruſt war ein Weh, das Kreuz wollte ihr durchbrechen.“Clara Viebig: Das tägliche Brot. Roman in zwei Bänden. Zweiter Band, F. Fontane & Co., Berlin 1902, Seite 237 (Zitiert nach Google Books) .
Deklination
KasusSingularPlural
Nominativdas Wehdie Wehe
Genitivdes Wehs / des Wehesder Wehe
Dativdem Wehden Wehen
Akkusativdas Wehdie Wehe

wehAdjektiv

Bedeutungen

  1. gehoben:erfüllt, geprägt von Kummer, Leid, (seelischem) Schmerz, Weh
    • „Und allerwegen, indeß er in verlangſamten, nachdenklichen Zügen, die feuchte Seeluft atmete, ſah er Augen, die ſo blau, Haare, die ſo blond, Geſichter, die von eben der Art und Bildung waren, wie er ſie in den ſeltſam wehen und reuigen Träumen der Nacht geſchaut, die er in ſeiner Vaterſtadt verbracht hatte.“Thomas Mann: Tonio Kröger. In: Neue Deutsche Rundschau. 14. Jahrgang, Heft 2, Februar 1903, Seite 142 (Zitiert nach Internet Archive) .
    • „Mochte eine Anſpielung meinen Feinden auch noch ſo fern gelegen haben, dieſer Zusammenhang traf die weheſte Stelle meiner Seele, denn er ſchnitt mir mit ſchärferer Schneide als alles ſonſt ein Menetekel darüber ins Fleiſch, wohin ich gehörte.“Hermann Sudermann: Das Bilderbuch meiner Jugend. 1.–40. Tauſend, J. G. Cotta’ſche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart/Berlin 1922, Seite 55 (Zitiert nach Internet Archive) .
  2. umgangssprachlich:(körperlichen) Schmerz verursachend
    • „Ich legte mich ins Bett, hatte aber keine Ruhe und stand nach einer halben Stunde wieder auf und ging auf und ab. Es war, als schwölle das Fleisch immerfort und würde weher und weher von den Metallklammern.“Ludwig Renn: Krieg. Frankfurter Societäts-Druckerei, Frankfurt am Main 1930, Seite 242 (Zitiert nach Google Books) .
    • „Sie sprang noch einige Male vor dem Mittagessen, wartete immer zu lange, sprang im falschen Moment, ihr Bauch tat ihr weh, dann der Kopf, doch, ich spür es doch, er hielt das für ausgeschlossen, hielt aber behutsam ihren Kopf in seinen Händen und tröstete sie, bis sie merkte, daß sie Hunger hatte, sie vergaß ihren wehen Kopf, und sie liefen hinauf zur Kabine.“Ingeborg Bachmann: Simultan. In: Simultan. Neue Erzählungen. 1. Auflage. Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1973, Seite 22 (Lizenz des Piper-Verlag, München 1972; Ausgabe für die DDR) .
Steigerung
PositivKomparativSuperlativ
wehweheram wehesten / am wehsten

wehInterjektion

Bedeutungen

  1. als Ausruf der Bestürzung, Klage, des Kummers, Leids, (seelischen) Schmerzes oder dergleichen
    • Weh mir, ich bin verloren!
    • „Doch weh! Zwischen ihm und mir, da ist die Sünde, der ich mich beflissen mit ihm, den mir Gott entrissen.“Thomas Mann: Der Erwählte. Roman. Erstes bis zehntes Tausend, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1951, Seite 192 (Zitiert nach Google Books) .
  2. Ausruf als Ankündigung oder Androhung von etwas Schlimmen, Unheilvollen oder dergleichen
    • Weh dir, wenn ich hinkomme!
    • „Die Wüste wächst: weh Dem, der Wüsten birgt!“Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen. Vierter und letzter Theil, Druck und Verlag von C. G. Naumann, Leipzig 1891, Seite 102 (Zitiert nach Deutsches Textarchiv) .

Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.