gemacht
- Wortart
- Adjektiv
- Silbentrennung
- ge·macht
- Buchstaben
- 7
- Scrabble-Punkte
- 14
Adjektiv
Bedeutungen
- mit berechnender Absicht erzeugt statt unwillkürlich/natürlich entstanden/geworden
„Es ist zwar nicht Jedem in gleicher Weise gegeben, freundlich zu sein, und eine gemachte Freundlichkeit, ein stabiles Lächeln ist ein widerlicher Anblick; […]“
Christian Palmer: Die Moral des Christenthums. A. Liesching, Stuttgart 1864, Seite 367 (Google Books, abgerufen am 23. März 2025) .
- vollendet und (gesellschaftlich) anerkannt, so, wie es sein soll; überwiegend als ‚gemachter Mann‘, auch in emanzipatorischem Kontext: ‚gemachte Frau‘, selten mit anderen Bezugswörtern
„‚[…] Und hören Sie auf mich, der ich oben auf der Leiter stehe, die Sie zu besteigen im Begriff sind. Der Erfolg ist alles. Sie erwerben ihn durch viererlei: durch den Kompromiß, durch Schweigen; durch Zuhören und durch Schmeichelei bei den alten Leuten. Verstehn Sie das, dann sind Sie ein gemachter Mann! Und es ist so angenehm, ein gemachter Mann zu sein!‘“
Kurt Tucholsky: Interview mit sich selbst. In: Lerne lachen ohne zu weinen. Ernst Rowohlt, Berlin 1932, Seite 278 (Erstdruck in: Berliner Tageblatt, 3. September 1919, Wikisource, abgerufen am 23. März 2025) .„Nach westlichen Maßstäben ist sie eine "gemachte Frau", weil sie erreicht hat, was man hier für Glück hält: Reichtum, Karriere, eine gute gesellschaftliche Stellung. In ihrem Herkunftsland gilt eine Frau als "gemacht", wenn sie bei der Beschneiderin war, die sie von ihrer "Unreinheit" befreite.“
Ania Faas: Eine gemachte Frau. In: Frankfurter Rundschau. 27. Januar 2019, ISSN 0940-6980 (URL, abgerufen am 23. März 2025) .
Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.