wegsacken
- Wortart
- Verb
- Silbentrennung
- weg·sa·cken
- Buchstaben
- 9
- Scrabble-Punkte
- 18
Verb
Bedeutungen
- umgangssprachlich, intransitiv:sich von der Wasseroberfläche langsam senkrecht nach unten bewegen (und verschwinden)
„Während die Boote »Zuraw« und »Czaika« bald darauf unter den Namen »Oxthöft« und »Westerplatte« in Dienst genommen werden konnten, begann das dritte Boot, die »Rybitwa«, als man sie von Hela nach Neufahrwasser abschleppte, Wasser zu machen, wegzusacken und auf Joachim Mahlke zu warten; denn er war es, der im Sommer darauf Schildchen aus Messing hochholte, denen der Name »Rybitwa« eingraviert worden war.“
Günter Grass: Katz und Maus. Eine Novelle. Luchterhand, Neuwied am Rhein/Berlin-Spandau 1961, Seite 35 (Zitiert nach Google Books) .„Der Dampfer lief schön in das Fadenkreuz und sackte nach dem ersten Treffer im Heck achtern weg.“
Jens Rehn: Nichts in Sicht. 2. Auflage. Luchterhand, Neuwied am Rhein/Berlin-Spandau 1962, Seite 81 (Zitiert nach Google Books; Erstausgabe bei Luchterhand, Neuwied am Rhein/Berlin-Frohnau 1954) .
- umgangssprachlich, intransitiv:(unvermittelt) an Höhe verlieren, gen Boden sinken
„Der Seespiegel rückte herauf, auf hundert, auf achtzig Meter, jetzt war es für sie schon zu spät, das fremde Flugzeug schloff ein und sackte gleich weg.“
Gerd Gaiser: Die sterbende Jagd. Roman. Carl Hanser Verlag, München 1953, Seite 13 (Zitiert nach Google Books) .
- intransitiv:(aufgrund von Erschlaffung [bei Körperteilen], Schwächung der Bodenkonsistenz oder dergleichen) sich abwärts, nach unten bewegen
übertragen: „Wenn ich den niederen oder auch höheren Kitsch der bourgeoisen Kultur sehe, sackt mir gleich der Blutdruck weg, die Stimmung sinkt auf Null.“
Gerhard Zwerenz: Kopf und Bauch. Die Geschichte eines Arbeiters, der unter die Intellektuellen gefallen ist. S. Fischer, Frankfurt am Main 1971, ISBN 3-10-097201-5, Seite 34 (Zitiert nach Google Books) .„Der Kopf sackte ihm weg, er dusselte ein.“
Walter Kempowski: Uns geht’s ja noch gold. Roman einer Familie. Carl Hanser Verlag, München 1972, ISBN 3-446-11620-6, Seite 288 .
- umgangssprachlich, intransitiv:aufgrund eines Kräfteverlusts, infolge von Ohnmacht, eines Schwächeanfalls oder dergleichen sich nicht mehr aufrecht halten können, in sich zusammenfallen und niedersinken
„Noch hatte ich mich nicht umgeblickt, da prasselte schon ein zweiter Hieb auf mich nieder. Ich sackte weg wie ein Stein.“
Manfred Hausmann: Das Mädchen im Nebel (1936). In: Der Überfall. Gesammelte Erzählungen. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1952, Seite 168 (Zitiert nach Google Books) .„Alle drei Schüsse trafen, der Täter sackte nach hinten weg.“
Günter Redding (Interviewter): „Hand ausstrecken und losfeuern“. In: DER SPIEGEL. Nummer 17, 22. April 1974, ISSN 0038-7452, Seite 95 .
- umgangssprachlich, intransitiv:in Schlaf sinken
„Und dann sind sie beide, laut Paul, weggesackt in ihren Sesseln und erst sehr früh wieder wach geworden.“
Ulrich Plenzdorf: Legende vom Glück ohne Ende. 2. Auflage. VEB Hinstorff Verlag, Rostock 1980, Seite 235 (Zitiert nach Google Books; Erstausgabe 1979) .
| Person | Präsens | Präteritum |
|---|---|---|
| ich | ich sacke weg / ich wegsacke | ich sackte weg / ich wegsackte |
| du | du sackst weg / du wegsackst | du sacktest weg / du wegsacktest |
| er/sie/es | er/sie/es sackt weg / er/sie/es wegsackt | er/sie/es sackte weg / er/sie/es wegsackte |
| wir | wir sacken weg / wir wegsacken | wir sackten weg / wir wegsackten |
| ihr | ihr sackt weg / ihr wegsackt | ihr sacktet weg / ihr wegsacktet |
| sie | sie sacken weg / sie wegsacken | sie sackten weg / sie wegsackten |
- Partizip I
- wegsackend
- Partizip II
- weggesackt
- Hilfsverb
- sein
- Imperativ
- sack weg!, sacke weg!, sackt weg!
Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.