WortTüftler

dasAbleben

Wortart
Substantiv
Silbentrennung
Ab·le·ben
Buchstaben
7
Scrabble-Punkte
12

AblebenSubstantiv, neutrum (das)

Bedeutungen

  1. gehoben:Zeitpunkt beziehungsweise Zustand, an beziehungsweise in dem alle Lebensfunktionen eines Menschen aufgehört haben; Ende des menschlichen Daseins
    • Bis zu seinem Ableben im Jahre 1926 lebte er in Berlin.
    • „Adelheid machte dem gräflichen Hauſe kurz und förmlich die Anzeige von dem Ableben ihres Bruders, unter gleichzeitiger Mitteilung, ‚daß das Begräbnis am Sonnabend mittag ſtattfinden werde.‘“Theodor Fontane: Der Stechlin. Roman. 1. Auflage. F. Fontane & Co, Berlin 1899, Seite [496] (Deutsches Textarchiv) .
Deklination
KasusSingularPlural
Nominativdas Ableben—
Genitivdes Ablebens—
Dativdem Ableben—
Akkusativdas Ableben—

ablebenVerb

Bedeutungen

  1. veraltet, transitiv:eine bestimmte Zeit, einen bestimmten Lebensabschnitt durchleben
    • „Dort hat er mitten zwiſchen all’ dem Unkraut ſeine letzten Jahre abgelebt.“Theodor Storm: Pole Poppenſpäler. [1873/74]. In: Waldwinkel, Pole Poppenſpäler. Novellen. 1. Auflage. Druck und Verlag von George Weſtermann, Braunſchweig 1875, Seite 7 (Deutsches Textarchiv) .
    • „Jch rannte ſofort aus dem Hauſe; erſt auf der Straße wurde es mir klar, daß ja noch acht lange Stunden bis zum Anfang der Komödie abzuleben waren.“Theodor Storm: Pole Poppenſpäler. [1873/74]. In: Waldwinkel, Pole Poppenſpäler. Novellen. 1. Auflage. Druck und Verlag von George Weſtermann, Braunſchweig 1875, Seite 139 (Deutsches Textarchiv) .
  2. veraltet, reflexiv:(mit fortschreitender Lebensdauer) seine Vitalität verlieren, seine Lebenskraft aufzehren
    • „Jch aber habe auch, was das Aeußerliche betrifft, in aͤhnlicher Weiſe mich abgeſtreift und abgelebt.“Ludwig Tieck: Des Lebens Ueberfluß. Novelle. In: Ludwig Tieck’s geſammelte Novellen. Vermehrt und verbeſſert. Eilftes Bändchen, im Verlage bei Joſef Mar und Komp., Breslau 1842, Seite 14 (Google Books; Erstdruck 1839; entstanden vor 1837) .
    • bildlich: „Faſſen wir es kurz: die Landeshoheit, der Nachſprößling des Feudalismus, hatte ſich raſch abgelebt und heruntergebracht bis zu hohler Herrſcherei auf der einen Seite und bis zur Knechtſchaft auf der andern Seite mit allen Dependenzen beider Uebel von paſſivem Gehorſam, Mechaniſirung des Staats, Miethſöldnerſchaft, bequemem geiſtigem und körperlichem Wohlſeyn unter dem Schatten der Hoheit oder Majeſtät.“Karl Immermann: Fichte. In: Memorabilien. Erster Theil, [b]ei Hoffmann und Campe, Hamburg 1840, Seite 325 (Google Books) .
  3. gehoben, intransitiv, veraltet:vom lebendigen in den toten Zustand übergehen, aufhören zu leben
    • „Der kranke Zirmer ſagte nichts, als: ‚Laß’ mich ableben! laß mich nur ſtill ableben und komm’ mir ehzeit nach.‘“Peter Roſegger: Der Gottſucher. Ein Roman. In: Der Heimgarten. Eine Monatsſchrift. Heft 8, Mai 1881, Seite 576 (Internet Archive) .
    • „‚Die Mutter iſt eine gute Sparbuͤchſe‘, ſagte dieſer, einen luͤſternen Blick nach dem gruͤnen Kaſten werfend, ‚wer weiß, was da drinnen noch alles ſteckt. Wenig iſt’s nicht, und wenn ſie einmal abgelebt hat, was Gott verhuͤte, dann ſetzt’s noch ein anſtaͤndiges Poͤſtchen, darauf verlaß dich.‘“Gerhart Hauptmann: Faſching. S. Fiſcher Verlag, Berlin 1925, Seite 15–16 (Google Books; Erstveröffentlichung in der Zeitschrift Siegfried, August 1887) .
Konjugation (Indikativ)
PersonPräsensPräteritum
ichich lebe ab / ich ablebeich lebte ab / ich lebete ab / ich ablebte / ich ablebete
dudu lebst ab / du lebest ab / du ablebst / du ablebestdu lebtest ab / du lebetest ab / du ablebtest / du ablebetest
er/sie/eser/sie/es lebt ab / er/sie/es lebet ab / er/sie/es ablebt / er/sie/es ablebeter/sie/es lebte ab / er/sie/es lebete ab / er/sie/es ablebte / er/sie/es ablebete
wirwir leben ab / wir ablebenwir lebten ab / wir lebeten ab / wir ablebten / wir ablebeten
ihrihr lebt ab / ihr lebet ab / ihr ablebt / ihr ablebetihr lebtet ab / ihr lebetet ab / ihr ablebtet / ihr ablebetet
siesie leben ab / sie ablebensie lebten ab / sie lebeten ab / sie ablebten / sie ablebeten
Partizip I
ablebend, sich ablebend
Partizip II
abgelebt
Hilfsverb
haben, sein
Imperativ
leb ab!, lebe ab!, lebt ab!, Sg. 2. Pers., habe dich abgelebt!, Pl. 2. Pers., habt euch abgelebt!, Höflichkeitsform, haben Sie sich abgelebt!

Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.