derAbschied
- Wortart
- Substantiv
- Silbentrennung
- Ab·schied
- Buchstaben
- 8
- Scrabble-Punkte
- 14
Substantiv, maskulin (der)
Bedeutungen
- Handlung, mit der man sich von jemandem oder etwas trennt, verabschiedet
Es ist ein Abschied für immer.
„Bei der Abfahrt ſtand er wie ein junger Cortez auf dem Verdeck und winkte uns Abſchied zu.“
Adolf Kußmaul: Jugenderinnerungen eines alten Arztes. Adolf Bonz & Comp., Stuttgart 1899, Seite 80 (Internet Archive) .
- Zeitpunkt beziehungsweise Zustand, an beziehungsweise in dem alle Lebensfunktionen eines Menschen aufgehört haben; Ende des menschlichen Daseins
„Was ſind nicht in den Berichten über die Krankheit und das Sterben des Kaiſers Wilhelm, in den damit aufgeregten Betrachtungen über ſeinen Wert und ſein Weſen, über die Wirkung ſeines Abſchiedes in Deutſchland und im Auslande für hohe Worte gebraucht worden, […].“
[Rudolf Hildebrand]: Tagebuchblätter eines Sonntagsphiloſophen. 10. Trauer und Treue. 16. März 1888. In: Die Grenzboten. Zeitſchrift für Politik, Litteratur und Kunſt. 47. Jahrgang. Zweites Vierteljahr, 1888, Seite 82 (Google Books) .
- offizielle Entlassung aus einem Dienstverhältnis, vor allem aus dem Militärdienst oder aus dem Dienst als Beamter
Daraufhin nahm er seinen Abschied, er wurde also ehrenvoll aus dem Dienst entlassen.
„Mein Mann iſt des Präſidenten rechte Hand, ein Wort von ihm und Sie haben Jhren Abſchied.“
Franz Grillparzer: Das Prius oder die Bekehrung. Ein rührendes Drama für Beamte. (1821). In: Auguſt Sauer (Herausgeber): Grillparzers ſämtliche Werke. Fünfte Ausgabe in zwanzig Bänden. Dreizehnter Band, Verlag der J. G. Cotta’ſchen Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart [1892], Seite 100 (Google Books) .
- veraltet:Gesuch, aus dem Dienst entlassen zu werden
„Anderntags hatte er seinen Abschied eingereicht.“
Wolfgang Joho: Aufstand der Träumer. Roman. 1. Auflage. Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1966, Seite 126 (Internet Archive) .
- veraltet:Schriftstück, dass die unter [3] genannte Entlassung bestätigt
„Jch antwortete nicht, weil ich dieſen Brief liegen ließ, bis mein Abſchied von Hofe da waͤre, weil ich fuͤrchtete, meine Mutter moͤchte ſich an den Miniſter wenden und mir mein Vorhaben erſchweren.“
[Johann Wolfgang von Goethe]: Die Leiden des jungen Werthers. 1. Auflage. Zweyter Theil, in der Weygandſchen Buchhandlung, Leipzig 1774, Seite 137–138 (Deutsches Textarchiv) .„Als ich Anno 3[,] meinen Abſchied in der Hand, vor dem Oberſten ſtand: […]“
Karl Immermann: Der Carneval und die Somnambuͤle. In: Miscellen. [I]n der J. G. Cotta’ſchen Buchhandlung, Stuttgart und Tuͤbingen 1830, Seite 196 (Google Books) .
- (plötzliche, vorzeitige) Auflösung, Beendigung einer privaten Beziehung
„Da du deinem Kerl den Abſchied nicht geben wollteſt, habe ich es gethan.“
Gottlieb Conrad Pfeffel: Adolph und Roͤschen. In: Proſaiſche Verſuche. Erſter Theil, in der J. G. Cotta’ſchen Buchhandlung, Tuͤbingen 1810, Seite 17 (Google Books) .„Glaub nicht, daß ich ihm deinetwegen den Abschied gegeben hab.“
Bertolt Brecht: Mutter Courage und ihre Kinder. Eine Chronik aus dem Dreißigjährigen Krieg. Suhrkamp Verlag, Berlin 1949, Seite 70 (Uraufführung 1940; geschrieben 1938–39) .
- historisch:urkundlich fixierter Beschluss eines Kollegiums, einer (beratenden, tagenden) Versammlung, eines Parlaments oder Landtags (mit Gesetzeskraft)
„Daher die vielen Patente und Abſchiede uͤber Raub, Gewalt, Geldnoth und Wuͤſtenei; […].“
Ernſt Moritz Arndt: Verſuch einer Geſchichte der Leibeigenſchaft in Pommern und Ruͤgen. Nebſt einer Einleitung in die alte teutſche Leibeigenſchaft. Jm Verlage der Realſchulbuchhandlung, Berlin 1803, Seite 143 (Google Books) .
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Abschied | die Abschiede |
| Genitiv | des Abschieds / des Abschiedes | der Abschiede |
| Dativ | dem Abschied / dem Abschiede | den Abschieden |
| Akkusativ | den Abschied | die Abschiede |
Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.