WortTüftler

dasWehe

Wortart
Substantiv
Silbentrennung
We·he
Buchstaben
4
Scrabble-Punkte
7

WeheSubstantiv, neutrum (das)

Bedeutungen

  1. gehoben, veraltet:seelischer Schmerz
  2. veraltet, selten:körperlicher Schmerz
Deklination
KasusSingularPlural
Nominativdas Wehe—
Genitivdes Wehes—
Dativdem Wehe—
Akkusativdas Wehe—

WeheSubstantiv, feminin (die)

Bedeutungen

  1. Kontraktion der Gebärmutter während der Geburt
    • Es waren schmerzhafte Wehen.
    • „Die Wehen hatten am Morgen eingesetzt, aber noch war kein Laut nach außen gedrungen.“Ralph Giordano: Die Bertinis. Roman. 22. Auflage. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-596-25961-8, Seite 95 (Erstauflage 1982) .
Deklination
KasusSingularPlural
Nominativdie Wehedie Wehen
Genitivder Weheder Wehen
Dativder Weheden Wehen
Akkusativdie Wehedie Wehen

WeheSubstantiv, feminin (die)

Bedeutungen

  1. durch den Wind aufgewehte, zusammengewehte Anhäufung, vor allem von Schnee oder Sand
    • „Und ſie ſah der davonrollenden Britſchka und dem polternden Karren nach, bis beide verſchwunden waren hinter einer Wehe von Staub, hinter einer Woge von goldenen Aͤhren.“Clara Viebig: Das ſchlafende Heer. Roman. Zwoͤlfte Auflage. Egon Fleiſchel & Co., Berlin 1904, Seite 517–518 (Zitiert nach Internet Archive) .
    • „Trotzdem überwältigt ihn der Katarakt von Getöse immer wieder, der die Luft erfüllt, vom Walde her, wo mit dem Brausen eines unermüdlichen Wasserfalls schwellend und stoßend der Wind den Schnee zu Wehen bläst, Zweige aneinanderschlägt und hin und wieder ein schußartiges Dröhnen verursacht, dadurch, daß unter seinem Ansturm und der Sprödigkeit des Frostes ein Baum einen seiner schweren Äste krachend hergeben muß.“Arnold Zweig: Der Streit um den Sergeanten Grischa. Roman. Gustav Kiepenhauer Verlag, Berlin 1929, Seite 21 (Zitiert nach Internet Archive; Erstauflage 1927) .
Deklination
KasusSingularPlural
Nominativdie Wehedie Wehen
Genitivder Weheder Wehen
Dativder Weheden Wehen
Akkusativdie Wehedie Wehen

weheInterjektion

Bedeutungen

  1. als Ausruf der Bestürzung, Klage, des Kummers, Leids, (seelischen) Schmerzes oder dergleichen
    • „‚O wehe mir!‘ klagte ſie, ‚es hat mir jemand einen haͤßlichen Stoß verſetzt, ſo daß ich krank bin und die Stimme nicht mehr ſchwinge. […]‘“Carl Spitteler: IMAGO. Fuͤnftes bis ſiebentes Tauſend, verlegt bei Eugen Diederichs, Jena 1910, Seite 41 (Zitiert nach Internet Archive) .
    • „Doch wehe, die Übermacht der Feinde war unbezähmbar geweſen; einer nach dem anderen waren die Seinen um ihn gefallen, und nach mehrſtündigem Kampfe ſchließlich, einſam übriggeblieben, habe er um Odem für ſeine Naſe erſuchen müſſen.“Thomas Mann: Die Geſchichten Jaakobs. Roman. S. Fiſcher Verlag, Berlin 1933, Seite 197 (Zitiert nach Google Books)
  2. Ausruf als Ankündigung oder Androhung von etwas Schlimmen, Unheilvollen oder dergleichen
    • „O diese arabischen Querelen! Und wehe dem, der sich da einmischt!“Marion Gräfin Dönhoff: Die Bundesrepublik in der Ära Adenauer. Kritik und Perspektiven. 1.–20. Tausend, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1963, Seite 168 (Zitiert nach Google Books) .
    • „Und wehe, es hatte einer gelogen.“Erik Neutsch: Spur der Steine. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 1964, Seite 151 .

Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.