WortTüftler

aufblühen

Wortart
Verb
Silbentrennung
auf·blü·hen
Buchstaben
9
Scrabble-Punkte
21

Verb

Bedeutungen

  1. intransitiv:sich blühend öffnen, die Blüten (langsam) auseinanderfalten; anfangen, sich zu voller Blüte zu entfalten, allmählich in Blüte kommen
    • Eines Tages, über den ich in der Gegenwartsform nicht schreiben kann, werden die Kirschbäume aufgeblüht gewesen sein.Christa Wolf: Störfall. Nachrichten eines Tages. Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1987, ISBN 3-351-00878-3 .
    • Der Blütenstand der Sonnenblume blüht von außen nach innen auf – und ändert dabei ständig sein ‚Gesicht‘.Viele Blüten in einem Korb vereint - Hochspezialisiert: Aster und Co. In: Nürnberger Nachrichten. 31. August 2002, Seite 5 .
  2. übertragen, intransitiv:(von Gegenden, Orten) mit Pflanzen übersät sein, deren Blüten (gerade anfangen) sich blühend (zu) entfalten
    • Regenschauer sind selten, doch wenn es einmal regnet, dann meist sehr heftig. Danach blüht die Wüste auf: Es wachsen farbenprächtige Wüstenpflanzen, die aber wegen des fehlenden Wassers nicht lange überleben.Ministerium veranstaltet den Wüstentag. In: Rhein-Zeitung. 29. Mai 2006 .
    • Mitten in Deutschland blüht die Region Gera-Ronneburg in allen Farben auf. Die Bundesgartenschau in Thüringen ist das größte touristische Ereignis des kleinen Bundeslandes.Thüringens farbigste Seiten. In: Hamburger Morgenpost. 10. März 2007 .
  3. übertragen, gehoben, intransitiv:eine rosige Hautfarbe annehmen
    • Die Kranke blühte sichtlich auf, bekam Farbe und Frische.Otto Buchinger: Das Heilfasten und seine Hilfsmethoden als biologischer Weg. 3.[,] verbesserte und erweiterte Auflage. Hippokrates-Verlag Marquardt & Cie., Stuttgart 1938, Seite 183 (Zitiert nach Google Books; Erstausgabe 1935) .
    • Ein Schauer erhitzte ihre Haut, die jetzt rot aufblühte.Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Roman. In: Adolf Frise (Herausgeber): Robert Musil, Gesammelte Werke in Einzelausgaben. 12.–16. Tausend, Rowohlt Verlag, Hamburg 1957, Seite 1443 (Zitiert nach Internet Archive) .
  4. übertragen, intransitiv:(vom Gesicht) freundliche, heitere Züge bekommen
    • Vor allem Boris Jelzin hat derlei Zuspruch bitter nötig. Als der Amerikaner ihm bescheinigte, er sei ‚hart wie russisches Schwarzbrot‘, blühte Jelzins Gesicht auf wie im ganzen Krisensommer nicht. Solche Komplimente macht ihm in Rußland niemand mehr.Michael Thumann: Die Zarenpose mag niemand mehr. In: DIE ZEIT. Nummer 37, 3. September 1998, ISSN 0044-2070, Seite 11 (Archiv-URL, abgerufen am 8. Dezember 2021) .
    • Das alles aber interessiert die Landwirtschaftsministerin nicht. Ganz oben im Regal hat sie eine Packung Dinzler Kaffee entdeckt. Ihr Gesicht blüht auf.Ilse allein in München. In: Abendzeitung. 20. August 2013, ISSN 0177-5367, Seite 3 .
  5. übertragen, gehoben, intransitiv:(zumeist von jungen Menschen) eine Entwicklungsstufe erreichen, in dem vorhandene Anlagen zur vollen Entfaltung kommen
    • Während sie sich so unterhielten, fiel es Herrn und Frau Samsa im Anblick ihrer immer lebhafter werdenden Tochter fast gleichzeitig ein, wie sie in der letzten Zeit trotz aller Plage, die ihre Wangen bleich gemacht hatte, zu einem schönen und üppigen Mädchen aufgeblüht war.Franz Kafka: Die Verwandlung. In: René Schickele (Herausgeber): Die Weißen Blätter. Eine Monatsschrift. 2. Jahrgang, Heft 10, Oktober 1915, Seite 1230 (Zitiert nach Wikisource-Quellentext „Seite:De_Kafka_Die_Verwandlung_1230.jpg“) .
  6. übertragen, intransitiv:zur Entfaltung kommen; eine bestimmte (zumeist als positiv angesehene) Entwicklung nehmen; Aufschwung gewinnen
    • Im Gefolge der Konjunktur blühten die Künste auf: in Ateliers und Galerien, Theater und Konzertsälen.Klaus Harpprecht: „Wir haben die Furcht aus unseren Herzen verbannt“. In: DIE ZEIT. Nummer 01/1997, 27. Dezember 1996, ISSN 0044-2070, Seite 3 (Archiv-URL, abgerufen am 8. Dezember 2021) .
    • So ließ er also seinen Zorn aufblühen, […].Martin Walser: Halbzeit. Roman. 1. Auflage. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1997 (Suhrkamp-Taschenbuch ; 2657), ISBN 3-518-39157-7, Seite 278 (Erstausgabe 1960) .
  7. übertragen, intransitiv:neue Lebenskraft spüren, eine lebensbejahende Haltung oder positive Stimmung gewinnen und dies auch erkennen lassen
    • Der jetzt ſelige Ehemann hätte gewiß ſeine Frau erſchlagen und ihr Töchterchen zur Waiſe und Bettlerin gemacht, wenn er nur noch ein paar Wochen im Säuferwahnſinn weitergelebt hätte. Nach ſeinem plötzlichen und ſchrecklichen Ende blühte ſeine Wittwe förmlich auf und kam jetzt erſt zu dem vollen Gefühl ihrer Mutterfreude.Marie von Ebner-Eſchenbach: Die Unverſtandene auf dem Dorfe. In: Neue Dorf- und Schloßgeſchichten. Verlag von Gebrüder Paetel, Berlin 1886, Seite 1 (Zitiert nach Digitalisat der ÖNB) .
    • Kutzner blühte auf, vergaß die Schlappe vom Frühjahr.Lion Feuchtwanger: Erfolg. Drei Jahre Geschichte einer Provinz. Erster Band, Querido Verlag, Amsterdam 1934, Seite 745 (Zitiert nach Google Books; Erstausgabe bei Gustav Kiepenheuer, Berlin 1930) .
Konjugation (Indikativ)
PersonPräsensPräteritum
ichich blühe auf / ich aufblüheich blühte auf / ich aufblühte
dudu blühst auf / du aufblühstdu blühtest auf / du aufblühtest
er/sie/eser/sie/es blüht auf / er/sie/es aufblühter/sie/es blühte auf / er/sie/es aufblühte
wirwir blühen auf / wir aufblühenwir blühten auf / wir aufblühten
ihrihr blüht auf / ihr aufblühtihr blühtet auf / ihr aufblühtet
siesie blühen auf / sie aufblühensie blühten auf / sie aufblühten
Partizip I
aufblühend
Partizip II
aufgeblüht
Hilfsverb
sein
Imperativ
blüh auf!, blühe auf!, blüht auf!

Anagramme von aufblühen

Aus allen Buchstaben von „aufblühen“ lässt sich kein anderes Wort aus unserem Wörterbuch bilden.

Wörter aus den Buchstaben von aufblühen

Jeder Buchstabe wird höchstens so oft verwendet, wie er in „aufblühen“ vorkommt – die längsten zuerst.

Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.