WortTüftler

losfahren

Wortart
Verb
Silbentrennung
los·fah·ren
Buchstaben
9
Scrabble-Punkte
15

Verb

Bedeutungen

  1. intransitiv:anfangen, sich fahrend (irgendwohin) zu bewegen; anfangen zu fahren
    • „Dann stieg er vergnügt auf seinen Wagen und fuhr los.“Werner Bergengruen: Die Rittmeisterin. Wenn man so will, ein Roman. Nymphenburger Verlagsbuchhandlung, München 1954, Seite 190 (Zitiert nach Google Books; Lizenzausgabe des Verlags „Die Arche“, Zürich 1954) .
    • „Wenn Vera wüßte, daß ich euch besuche, hätte sie sicher grüßen lassen, aber ich bin einfach losgefahren.“Hermann Kant: Die Aula. Roman. Rütten & Loening, Berlin 1965, Seite 442 .
  2. intransitiv:sich fahrend in Richtung auf etwas, jemanden bewegen; etwas zum Richtpunkt, Ziel nehmen und sich fahrend darauf zubewegen
    • „Aber erstens bremste es lange nicht genug, und zweitens fuhren die Fischkutter komischerweise nicht direkt auf den Ballon los, obwohl überall Wasser war, sondern sie schlängelten sich hin und her, daß man geradezu …“Manfred Hausmann: Abel mit der Mundharmonika. Roman. Fischer Bücherei, Frankfurt am Main/Hamburg 1961, Seite 100 (Erstausgabe im S. Fischer Verlag, Berlin 1932) .
  3. transitiv:auf jemanden drohend zugehen oder gegen jemanden handgreiflich werden
    • „Die Männer fuhren gegeneinander los, sie schrien und zerrten sich an den Gewändern, ja an den Bärten.“Franz Werfel: Die vierzig Tage des Musa Dagh. Roman. Erster Band [Das Nahende], Paul Zsolnay, Berlin 1933, Seite 284 (Zitiert nach Google Books) .
    • „Und du weißt doch auch, wenn ich hier so sagen darf, wo es niemand hört, daß zwei Hunde einander oft unentschlossen anknurren, dass sie aber in dem Augenblick, wo man sie beruhigen will, aufeinander losfahren.“Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Roman. In: Adolf Frise (Herausgeber): Robert Musil, Gesammelte Werke in Einzelausgaben. 12.–16. Tausend, Rowohlt Verlag, Hamburg 1957, Seite 1295 (Zitiert nach Internet Archive) .
  4. transitiv:auf etwas mit Ärger, Unwillen, Zorn reagieren
    • „Hortense war auf Zweiling losgefahren: ‚Gerade jetzt mußt du stramm durchhalten! […]‘“Bruno Apitz: Nackt unter Wölfen. Roman. Ungekürzte Ausgabe, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1961 (rororo Taschenbuch 416/417), Seite 313 (Erstausgabe 1958) .
    • „Was grinsen Sie, Fink, fährt der Alte verdutzt los; und weil Fink nicht antwortet und gegen alle Erziehung noch weitergrinst, grinst er plötzlich auch und sagt: Na lach ruhig, Fink.“Gerd Gaiser: Die sterbende Jagd. Roman. Fischer Bücherei, Frankfurt am Main/Hamburg 1962, Seite 125 (Erstausgabe im Carl Hanser Verlag, München 1953) .
Konjugation (Indikativ)
PersonPräsensPräteritum
ichich fahre los / ich losfahreich fuhr los / ich losfuhr
dudu fährst los / du losfährstdu fuhrst los / du losfuhrst
er/sie/eser/sie/es fährt los / er/sie/es losfährter/sie/es fuhr los / er/sie/es losfuhr
wirwir fahren los / wir losfahrenwir fuhren los / wir losfuhren
ihrihr fahrt los / ihr losfahrtihr fuhrt los / ihr losfuhrt
siesie fahren los / sie losfahrensie fuhren los / sie losfuhren
Partizip I
losfahrend
Partizip II
losgefahren
Hilfsverb
sein
Imperativ
fahr los!, fahre los!, fahrt los!

Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.