WortTüftler

niederdrücken

Wortart
Verb
Silbentrennung
nie·der·drü·cken
Buchstaben
13
Scrabble-Punkte
24

Verb

Bedeutungen

  1. nach unten drücken; herunterdrücken
    • „Giebet uns ein jeder Baum, durch der Früchte reiffe Menge, Die mit ihrer Last Gewichte, Ast und Zweige niederdrükt, Und durch ihre schönen Farben schon das Herz durchs Aug erquikt.“Johann Justus Ebeling, Andächtige Betrachtungen aus dem Buche der Natur und Schrift, Bd. 3., Hildesheim 1747, S. 6 (Digitalisat SUB Göttingen/Deutsches Textarchiv, URN:nbn:de:kobv:b4-200905198782).
    • „Jch habe auch an dem Rükkenkramfe eines zarten Mädgen gesehen, an dem der Leib wie ein Bogen und das dergestalt gekrümmt war, daß der Rükken um einen ganzen Fus weit vom Bette abstand, und die gesammte Gewalt von vier darauf liegenden Männern, welche folglich 800 Pfunde schwer waren, nicht vermögend war, den Rükken niederzudrükken.“Albrecht von Haller, Anfangsgründe der Phisiologie des menschlichen Körpers, Bd. 5, Berlin 1772, S. 77 (Digitalisat HAB Wolfenbüttel/Deutsches Textarchiv, URN:nbn:de:kobv:b4-200905199139).
  2. übertragen:in einen Zustand der Niedergeschlagenheit versetzen; bedrücken
    • „Jene sind gemeinlich von Natur großmütig / lassen ihr heroisches Hertz / von keinen Schwerigkeiten / so leichtlich niderdrücken […]“Erasmus Francisci, Das eröffnete Lust-Haus Der Ober- und Nieder-Welt, Nürnberg 1676, S. 278 (Digitalisat SUB Göttingen/Deutsches Textarchiv, URN:nbn:de:kobv:b4-200905198896).
    • „Die alte Frau von P., von Kummer über den frühen Tod ihres Sohnes beynahe ganz niedergedrückt, nahm ihren Wohnplatz bey dem Herrn von Sternheim, und diente dem jungen Fräulein zur Aufsicht.“Sophie von La Roche, Geschichte des Fräuleins von Sternheim, Bd. 1, Leipzig 1771, S. 66 (Digitalisat HAB Wolfenbüttel/Deutsches Textarchiv, URN:nbn:de:kobv:b4-200905199553).
  3. übertragen:(ein Volk oder dergleichen) unterdrücken, unterjochen; (einen Aufstand oder dergleichen) (gewaltsam) beenden, niederschlagen
    • „Jch sagte einem Nobile, dessen Mätresse ich war, daß ich mich wunderte, wie ein Paar tausend Leute dazu kämen, so viele Menschen unter sich stolz niederzudrücken, und ihnen allein, mit Ausschliessung aller andern, zu gebieten. Er gab mir zwar ganz gelassen die Ursache an, weil wir die Mächtigeren sind. Also gesteht ihr doch, daß Euer Recht sich auf Unterdrückung gründet? — setzte ich hinzu; aber er schwieg, und morgens darauf sollte ich erdrosselt werden […]“Johann Carl Wezel, Belphegor, oder die wahrscheinlichste Geschichte unter der Sonne, Bd. 1, Leipzig 1776, S. 104 f. (Digitalisat Staatsbibliothek zu Berlin/Deutsches Textarchiv, URN:nbn:de:kobv:b4-20649-1).
    • „Man fieng an einen Aufruhr zu fürchten, wenn nicht die Kaiser, die so viele innere Unruhen gedämpft, und den rebellischen Geist der Fürsten mit so unsäglicher Arbeit und so vielem vaterländischem Blut niedergedrückt hatten, auch diesen fremden Zunder bald tilgen könnten.“Engelbert Kaempfer, Geschichte und Beschreibung von Japan, Bd. 2, Lemgo 1779, S. 411 (Digitalisat SUB Göttingen/Deutsches Textarchiv, URN:nbn:de:kobv:b4-200905199436).
Konjugation (Indikativ)
PersonPräsensPräteritum
ichich drücke nieder / ich niederdrückeich drückte nieder / ich niederdrückte
dudu drückst nieder / du niederdrückstdu drücktest nieder / du niederdrücktest
er/sie/eser/sie/es drückt nieder / er/sie/es niederdrückter/sie/es drückte nieder / er/sie/es niederdrückte
wirwir drücken nieder / wir niederdrückenwir drückten nieder / wir niederdrückten
ihrihr drückt nieder / ihr niederdrücktihr drücktet nieder / ihr niederdrücktet
siesie drücken nieder / sie niederdrückensie drückten nieder / sie niederdrückten
Partizip I
niederdrückend
Partizip II
niedergedrückt
Hilfsverb
haben
Imperativ
drück nieder!, drücke nieder!, drückt nieder!

Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.