WortTüftler

derZug

Wortart
Substantiv
Silbentrennung
Zug
Buchstaben
3
Scrabble-Punkte
6

Substantiv, maskulin (der)

Bedeutungen

  1. mehrere hintereinander gekoppelte Fahrzeuge (speziell auf Schienen)
    • Viele Kinder schauen gerne Zügen zu.
    • Dies ist der Zug nach nirgendwo.
  2. Kraft, die in eine bestimmte Richtung zieht
    • Der Balken wird hier mit 5000 Newton auf Zug belastet.
    • Das Drahtseil war dem Zug nicht gewachsen.
  3. das Einwirken auf etwas, um es zu sich hin zu bewegen; gegen die Kräfte des Festhaltens oder des inneren Zusammenhalts wirkende Kraft
    • Ein Zug am Seil – und die Falltür geht auf!
    • „Und dann: ein Griff, ein leichter, vorsichtiger Zug, und plötzlich hatte ich das kleine, nicht sehr umfangreiche Buch in der Hand.“Stefan Zweig: Schachnovelle. In: Projekt Gutenberg-DE. Buenos Aires 1942 (URL, abgerufen am 10. Dezember 2022) . Alte Version im Internet-Archiv abrufbar. *
  4. Luftzug; starker Luftdurchgang (vor allem in Gebäuden)
    • Der Zug kann Erkältungen bewirken.
  5. Bewegen einer Brettspielfigur von einem Feld auf ein anderes
    • Beim Schach wird der erste Zug oft mit einem Bauern gemacht.
    • „Nach vierzehn Zügen war der Gendarmeriewachtmeister geschlagen und mußte zudem eingestehen, daß keineswegs ein versehentlich nachlässiger Zug seine Niederlage verschuldet habe.“
  6. kleinere Organisationseinheit in einer Hierarchie
    • Ein Zug besteht aus drei Gruppen. Der Löschzug besteht aus drei Fahrzeugen.
  7. kleinere Organisationseinheit in einer Hierarchie; drittgrößte Gliederungsform einer militärischen Teileinheit
    • „Die Vorposten meldeten mit einiger Verspätung, daß der Pfad von einem Zug berittener Gendarmen aus Reni blockiert wäre und sonst alles in Ordnung sei.“Eugen Uricaru: Scheiterhaufen und Flamme. 1. Auflage. Verlag der Nation, Berlin 1984, ISBN 3-88680-500-X, Seite 293.
    • „Ein paar Züge übten dort Laden und Sichern, Handgranatenwerfen und Grüßen.“Erich Maria Remarque: Zeit zu leben und Zeit zu sterben. Roman. 4. Auflage. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2003, ISBN 3-462-02726-3, Seite 124. Urfassung von 1954.
  8. kleinere Organisationseinheit in einer Hierarchie; größte reguläre taktische Einheit bestehend aus zwei Gruppen
  9. kleinere Organisationseinheit in einer Hierarchie; eigenständiger Einsatzverband
  10. kleinere Organisationseinheit in einer Hierarchie; eine taktische Einheit des zivilen Bevölkerungsschutzes
  11. Wanderung
    • Auf ihrem Zug durch die Vororte erbeuteten die Einbrecher wertvollen Schmuck.
    • „Ein Frühling, wie es kaum einen gab: Von den Zügen der Flüchtlinge oder der Sieger herangetragen, von den bitteren Umständen und vielleicht auch von der vorzeitigen Wärme begünstigt, überschwemmen Seuchen das Land.“Christian Graf von Krockow: Die Stunde der Frauen. Bericht aus Pommern 1944 bis 1947. Nach einer Erzählung von Libussa Fritz-Krockow. 11. Auflage. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart/München 2000, ISBN 3-421-06396-6 , Seite 88. Erstauflage 1988.
  12. Wanderung; von Vögeln
    • Störche sieht man auf dem Zuge über dem Bosporus.
  13. das Einatmen (Atemzug), das Rauchen (inhalieren) oder das Schlucken beim Trinken
    • Er hat einen guten Zug.
    • „Sie schwieg, um einen langen Zug von der Zigarette zu nehmen, blies einen blauen Rauchkingel ins Zimmer und fuhr fort.“Chika Unigwe: Schwarze Schwestern. Roman. Tropen, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-608-50109-4, Seite 115. Originalausgabe: Niederländisch 2007.
  14. Personengruppe bei feierlichen oder fröhlichen Anlässen auf einem gemeinsamen Weg
    • Wo können wir am besten den Zug anschauen?
    • „Der Zug ist viel langsamer als alle anderen Demonstrationszüge.“Erich Maria Remarque: Der schwarze Obelisk. Geschichte einer verspäteten Jugend. Roman. 5. Auflage. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2003, ISBN 3-462-02725-5, Seite 249. Erstmals 1956 erschienen.
  15. charakteristische Form der Linie
    • Ich habe bei ihm Züge entdeckt, die mir gruselig erscheinen.
  16. charakteristische Form der Linie; beim Schriftbild, bei einer Zeichnung
  17. charakteristische Form der Linie; im Gesicht, Gesichtsschnitt (Gesichtszug)
    • „Dieses blasse, feine, traurige Gesicht, dieser leuchtende Blick, diese sanften, graziösen Bewegungen und vor allem diese tiefe und zarte Trauer, die aus ihren Zügen sprach, das alles riss ihn aus seiner Ruhe und zwang ihn zur Teilnahme.“Leo N. Tolstoi: Krieg und Frieden. Roman. Paul List Verlag, München 1971 (übersetzt von Werner Bergengruen), Seite 1239f . Russische Urfassung 1867.
    • „Da starrte ihn die Fratze der Gorgo mit seinen eigenen Zügen entgegen.“Hermann Kasack: Die Stadt hinter dem Strom. Roman. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-518-39061-9, Seite 215. Entstanden in der Zeit 1942 – 1946.
  18. übertragen:charakteristische Form der Linie; Eigenart, Eigenschaft (Charakterzug)
    • „Microsoft-Gründer Bill Gates werden autistische Züge zugeschrieben.“Kerstin Bund, Marcus Rohwetter: Wahnsinns-Typen. In: Zeit Online. Nummer 34, 14. August 2013, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 25. Januar 2020) .
  19. spiralförmige Rille im Lauf von Feuerwaffen
    • Der Zug im Gewehrlauf verursacht den Drall des Geschosses.
  20. Vorrichtung, die durch Ziehen ein Ereignis auslöst
  21. Unternehmung mit Waffeneinsatz
    • Er hielt ein Referat über Karl den Großen und seinen Zug gegen die Sachsen.
Deklination
KasusSingularPlural
Nominativder Zugdie Züge
Genitivdes Zuges / des Zugsder Züge
Dativdem Zug / dem Zugeden Zügen
Akkusativden Zugdie Züge

Eigenname

Bedeutungen

  1. ein Kanton in der Schweiz
    • Der Hauptort des Kantons Zug heißt Zug.
  2. eine Stadt in der Schweiz
    • Er hat vier Jahre in Zug gewohnt.
  3. ein Ortsteil von Freiberg, Sachsen
    • Er hat vier Jahre in Zug gewohnt.
  4. ein Ort in der Vorarlberger Gemeinde Lech am Arlberg
    • Er hat vier Jahre in Zug gewohnt.

Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.