WortTüftler

nachkommen

Wortart
Verb
Silbentrennung
nach·kom·men
Buchstaben
10
Scrabble-Punkte
22

Verb

Bedeutungen

  1. intransitiv:jemandem, einer Sache nach einiger Zeit folgen; einige Zeit später hinterherkommen; auf etwas (später) als Konsequenz folgen
    • „Dann lässt sich von unseren jungen Leuten der eine seine Braut, der andere seine Eltern und Geschwister nachkommen.“Theodor Herzl: DER JUDENSTAAT. VERSUCH EINER MODERNEN LÖSUNG DER JUDENFRAGE. 1. Auflage. M. BREITENSTEIN’S VERLAGS-BUCHHANDLUNG, LEIPZIG/WIEN 1896, Seite 59 (Zitiert nach Deutsches Textarchiv) .
    • „Wer mit ſeinem freien Willen gewiſſe Pflichten eingegangen iſt, hat, was nachkommt, nur ſich zuzuſchreiben und kein Recht, ſich zu beklagen.“Heinrich Mann: Zwiſchen den Raſſen. Roman. Albert Langen, Verlag für Litteratur und Kunſt, München 1907, Seite 302 (Zitiert nach Google Books) .
  2. transitiv:sich hinter jemandem herbewegen
    • „Marie hatte längst ihren Monolog über die Ordnungsprinzipien abgebrochen, sie rauchte auch nicht mehr, und als ich vom Fenster zurücktrat, kam sie mir nach, faßte mich an der Schulter und küßte mich auf die Augen.“Heinrich Böll: Ansichten eines Clowns. Roman. 1. Auflage. Kiepenheuer & Witsch, Köln/Berlin 1963, Seite 96 .
    • „Aber im Traum kam der Sägemüller ihr nach und berührte sie. Sie schrie.“Erwin Strittmatter: Ole Bienkopp. Roman. Sigbert Mohn Verlag, Gütersloh 1963, Seite 60 (Lizenz des Aufbau-Verlag, Berlin; Ausgabe für die BRD) .
  3. gehoben, transitiv:dem entsprechen, das erfüllen, was ein anderer von einem verlangt
    • „Herr Matzerath bittet mich nun, ihn zu beschreiben. Froh komme ich diesem Wunsch nach und überspringe einen Teil jener Geschichten, die er, weil sie von Krankenschwestern handeln, breit ausmalt und mit gewichtigen Worten behängt.“Günter Grass: Die Blechtrommel. Roman. 323.–372. Tausend, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1964, Seite 356 (Erstausgabe 1962) .
    • „Katja war der Aufforderung nicht nachgekommen.“Julia Franck: Lagerfeuer. Roman. 1. Auflage. DuMont Literatur und Kunst Verlag, Köln 2003, ISBN 978-3-8321-7851-2, Seite 148 .
  4. intransitiv:etwas schnell genug tun, um (wie geplant, wie erwartet) voranzukommen, um nicht ins Hintertreffen zu geraten; mit jemandem, etwas mithalten, sich nicht übertreffen lassen
    • „Er ſagte: ‚Daß du geſcheiter biſt als ich, weiß ich, ich habe nie verſucht, dir nachzukommen. […]‘“Hermann Bahr: Himmelfahrt. Roman. S. Fiſcher, Verlag, Berlin 1916, Seite 144 (Zitiert nach Digitalisat der ÖNB) .
    • „Sie kam offenbar kaum nach mit Schreiben, so viel hatte sie denen zu Hause mitzuteilen.“Martin Walser: Brandung. Roman. 1. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-518-03570-3, Seite 103 .
  5. regional, transitiv:jemandem (besonders einem Eltern- oder Großelternteil) ähnlich sein
    • „In der Hinsicht kommst Du vielleicht Deinem Großvater nach, ich weiß es nicht, aber rein äußerlich seid Ihr ihm beide, Du und Dein Vater, sehr ähnlich.“James Baldwin: Mein Kerker bebte. Brief an meinen Neffen zum hundertsten Jahrestag der Sklavenbefreiung. In: Derselbe; mit einem Vorwort von Jana Pareigis (Herausgeber): Nach der Flut das Feuer. ›The Fire Next Time‹. Neuübersetzung, 2. Auflage. dtv, München 2020 (Originaltitel: The Fire Next Time, übersetzt von Miriam Mandelkow aus dem amerikanischen Englisch), ISBN 978-3-434-14736-1, Seite 27 (Erstauflage der Neuübersetzung 2019; deutschsprachige Erstveröffentlichung unter dem Titel Hundert Jahre Freiheit ohne Gleichberechtigung bei Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1964; englischsprachige Originalausgabe 1963) .
Konjugation (Indikativ)
PersonPräsensPräteritum
ichich komme nach / ich nachkommeich kam nach / ich nachkam
dudu kommst nach / du nachkommstdu kamst nach / du nachkamst
er/sie/eser/sie/es kommt nach / er/sie/es nachkommter/sie/es kam nach / er/sie/es nachkam
wirwir kommen nach / wir nachkommenwir kamen nach / wir nachkamen
ihrihr kommt nach / ihr nachkommtihr kamt nach / ihr nachkamt
siesie kommen nach / sie nachkommensie kamen nach / sie nachkamen
Partizip I
nachkommend
Partizip II
nachgekommen
Hilfsverb
sein
Imperativ
komm nach!, komme nach!, kommt nach!

Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.