WortTüftler

schwimmen

Wortart
Verb
Silbentrennung
schwim·men
Buchstaben
9
Scrabble-Punkte
19

schwimmenVerb

Bedeutungen

  1. intransitiv:sich im Wasser aus eigener Kraft (durch Bewegung der Extremitäten) fortbewegen
    • „Sie streichelten zwar ihre Strohhaare, bewegten Körper und Beine, als schwömmen sie in einem zähen Wasser, aber ihre Gesichter waren auch nicht zum Schein bei der Sache, die starrten, teils ängstlich, teils frech, zu den Gästen herauf.“Martin Walser: Ehen in Philippsburg. Roman. 6. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1958, Seite 391 (Zitiert nach Google Books; Erstauflage 1957) .
    • „Wildenten schwammen weitab vom schützenden Schilfrand im See.“Erwin Strittmatter: Pony Pedro. Kinderbuchverlag, Berlin 1959, Seite 129 .
  2. intransitiv:sich zum Vergnügen, zur sportlichen Betätigung oder dergleichen im Wasser fortbewegen
    • „Du mochtest im Sumpfe nicht schwimmen. Komm nun, komm, und laſs uns baden in offener See!“Friedrich Hölderlin: HYPERION oder der Eremit in Griechenland. Zweiter Band, in der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, Tübingen 1799, Seite 6 (Zitiert nach Digitalisat auf www.hoelderlin.de) .
    • „Sicherlich schwimmst du sehr gern, und bei dieser Gelegenheit mußt du dich sowieso vorher und hinterher gründlich waschen und duschen.“Anne Braun, Edith Nell: Man muß sich nur zu helfen wissen. Kleine Haushaltfibel für Kinder. Verlag für die Frau, 1971, Seite 70 .
  3. intransitiv:sich selbsttätig im Wasser irgendwohin bewegen
    • „Sie schwamm bis zu den Terrassen der Fasanerie, vertraute sich ganz dem Rhythmus ihrer Arme und Beine an, zerschlug mit weiten Schwüngen das Spiegelbild der Putten auf dem See und fühlte sich wieder glücklich in diesem faulen Sommer.“Erik Neutsch: Spur der Steine. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 1964, Seite 54 .
    • „Es regt die geschlechtsreifen Aale an, zum Meer zu schwimmen und sich auf die 6000 Kilometer weite Reise zu ihren Laichgebieten im Sargassomeer bei den Bermuda-Inseln zu machen.“Im Reich des Schlangenfisches. In: Süddeutsche Zeitung. Nummer 136, 17. Juni 1997, ISSN 0174-4917 .
  4. intransitiv:auf dem Wasserweg mithilfe eines Transportmittels irgendwohin bringen, schaffen
    • „243 Millionen Tonnen Fracht schwimmen pro Jahr über den Rhein.“Sommerzeit 2047. KLIMAWANDEL. In: General-Anzeiger. 21. April 2007, Seite 48 .
  5. intransitiv:eine bestimmte Strecke selbsttätig im Wasser zurücklegen
    • „Sie ging auf den Balkon und blickte hinunter zum Swimmingpool, in dem ein Mann seine Bahnen schwamm.“Kerstin Jentzsch: Seit die Götter ratlos sind. Roman. Heyne Verlag, München 1999, ISBN 3-453-09954-0, Seite 186 (Erstausgabe 1994) .
    • „Die Wasserqualität hat sich verbessert, die ersten Lachse schwimmen wieder 700 Kilometer flussaufwärts.“Im Rhein springen Lachse. In: Salzburger Nachrichten. 11. Juli 2000 .
  6. intransitiv, transitiv:Schwimmsport betreiben; an einem Schwimmwettkampf teilnehmen
    • „Ich bin in zahllosen Staffeln geschwommen, habe viele Jahre hart die verschiedensten Disziplinen trainiert, mich schließlich auf Marathonstrecken im Freistil spezialisiert und regelmäßig halbe Tage im Wasser verbracht, so lange, bis der klatschende Rhythmus des Schlagarms, das Einholen und Hinausstöhnen der Luft über und unter Wasser und der Viervierteltakt des Beinschlags zu einer unaufhörlichen monotonen Begleitmusik meines Lebens wurden, auch an Land, wo mir dieser Rhythmus in den Ohren pulste wie ein zweiter übergeordneter Herzschlag, der Herzschlag eines umfassenderen Organismus aus Wasser und Körper und Kraft.“John von Düffel: Vom Wasser. Roman. Sonderausgabe, Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 2006 (dtv ; 8615), ISBN 3-423-08615-7, Seite 16 .
    • „Die Spirale des Fortschritts war überdreht worden und der Weltschwimmverband kehrte Ende 2009 zurück zu den Wurzeln: Die Wunderanzüge wurden verboten, fortan schwommen Schwimmer und Schwimmerinnen wieder in Badehose und -anzug.“Lochte bricht den Rekordbann. In: Basler Zeitung. 29. Juli 2011, Seite 20 .
  7. intransitiv, transitiv:in einem Schwimmwettkampf mit einer bestimmten Zeit ins Ziel kommen
    • „Als Drittplazierte schwommen Reiner Bergen (100 m Rücken), Sven Fallait (50 m Freistil) und Sabrina Kambeck (200 m Lagen) durch das Ziel.“Schnelle Sabrina. In: Rhein-Zeitung. 24. Mai 1996 .
    • „Der Grund dafür war nicht einmal so sehr, daß ich mich dem ständigen Leistungs- und Erwartungsdruck nicht mehr gewachsen fühlte, schließlich waren meine Zeiten an der Obergrenze dessen, was ich jemals geschwommen habe, und gerade auf meiner Spezialstrecke, den fünftausend Metern Freistil, war ich schneller als je zuvor.“John von Düffel: Vom Wasser. Roman. Sonderausgabe, Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 2006 (dtv ; 8615), ISBN 3-423-08615-7, Seite 212 .
  8. intransitiv, transitiv:in einem Schwimmwettkampf eine bestimmte Strecke (in einem bestimmten Stil) zurücklegen
    • „Die ersten vierhundert, fünfhundert Meter vielleicht schweifte der Blick auf die benachbarte Bahn und den das Wasser dreschenden Konkurrenten, doch dann schwammen wir blind, Kopf unter Wasser.“John von Düffel: Vom Wasser. Roman. Sonderausgabe, Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 2006 (dtv ; 8615), ISBN 3-423-08615-7, Seite 17 .
    • „Ob man nun zweitausend, dreitausend oder fünftausend Meter Freistil schwimmt, es gibt auf jeder dieser Strecken einen toten Punkt, einen bleiernen Moment der Müdigkeit, an dem man verzweifelt genau spürt, daß die eigene Kraft nicht mehr reicht.“John von Düffel: Vom Wasser. Roman. Sonderausgabe, Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 2006 (dtv ; 8615), ISBN 3-423-08615-7, Seite 196 .
  9. intransitiv, selten:von einer Flüssigkeit an deren Oberfläche getragen werden
    • Öl schwimmt auf Wasser.
    • „Die Yacht schwamm ziemlich weit draußen.“Wolfgang Ott: Haie und kleine Fische. Roman. 16. Auflage. 34.–40. Tausend, Albert Langen Georg Müller Verlag, München 1956, Seite 76 (Zitiert nach Google Books) . Im Original ist der ganze Satz kursiv gesetzt.
  10. intransitiv:sich in einem bestimmten Stil im Wasser irgendwohin bewegen
    • Ein Baumstamm schwimmt den Fluss hinab.
    • „Niemand konnte ihn retten und zuletzt ſchwomm ſein Leichnam ans Ufer.“Bruͤder Grimm (Herausgeber): 57. Magdeburger Nixen. In: Deutſche Sagen. 1. Auflage. [Band 1], [I]n der Nicolaiſchen Buchhandlung, Berlin 1816, Seite 71 (Zitiert nach Wikisource-Quellentext „Seite:Deutsche Sagen (Grimm) V1 107.jpg“) .
  11. intransitiv:bedeckt sein von einer Flüssigkeit
    • „Wir haben einen Rohrbruch in der Wasserleitung, die ganze Küche schwimmt schon…“Hans Fallada: Jeder stirbt für sich allein. Roman. Aufbau-Verlag, Berlin 1947, Seite 328 (Zitiert nach Google Books) .
    • „Die Ecke, wo der Marmeladeeimer stand, schwamm im Unrat und verpestete die Luft, die kaum noch zum Atmen war.“Bruno Apitz: Nackt unter Wölfen. Roman. Ungekürzte Ausgabe, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1961 (rororo Taschenbuch 416/417), Seite 327 (Erstausgabe 1958) .
  12. intransitiv:(von einer Flüssigkeit) auf, in etwas sein
    • „Die Stehtheke iſt ein Blechtiſch, auf dem ein wenig Bier ſchwimmt.“Peter Bamm: Der i Punkt. Der Kleinen Weltlaterne zweiter Schein. Deutſche Verlags-Anſtalt, Stuttgart/Berlin 1937, Seite 14 (Zitiert nach Google Books) .
  13. intransitiv:überreichlich haben; ausgiebig genießen
    • „Sie müssen wissen, daß ich nicht gewöhnt bin, im Überfluß zu schwimmen.“Horst Wolfram Geißler: Das Wunschhütlein. Roman. Verlag Sebastian Lux, Murnau/München 1949, Seite 184 (Zitiert nach Google Books; Erstausgabe bei Scherl, Berlin 1939) .
    • „Der gute König Heinrich schwamm in Glück.“Lion Feuchtwanger: Die häßliche Herzogin. 1. Auflage. Neuausgabe, Aufbau-Verlag, Berlin 1994, ISBN 3-351-02204-2, Seite 17 (Zitiert nach Google Books; Erstausgabe im Volksverband der Bücherfreunde, Wegweiser-Verlag, Berlin 1923) .
  14. intransitiv:undeutlich, unscharf, verschwommen sichtbar sein; undeutlich, unscharf, verschwommen werden
    • Ich hatte Kreislaufstörungen und mir schwamm alles vor den Augen.
    • „Mir ſchwimmt es vor den Augen!“Friedrich Schiller: Wilhelm Tell. Schauſpiel. Zum Neujahrsgeſchenk auf 1805. 1. Auflage. [I]n der J. G. Cotta’ſchen Buchhandlung, Tuͤbingen 1804, Seite 141 (Zitiert nach Deutsches Textarchiv) .
  15. intransitiv:in einem Zustand sein, in dem alles diffus und wirr ist
    • „509 fühlte, daß sein Kopf schwamm, als hätte er getrunken.“Erich Maria Remarque: Der Funke Leben. Roman. Kiepenheuer & Witsch, Köln/Berlin 1952, Seite 66 (Zitiert nach Google Books) .
    • „Obwohl ihm das Gehirn schwamm, verlor er in allem, was er tat, nicht die Orientierung.“Bruno Apitz: Nackt unter Wölfen. Roman. Ungekürzte Ausgabe, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1961 (rororo Taschenbuch 416/417), Seite 169 (Erstausgabe 1958) .
  16. umgangssprachlich, intransitiv:eine bestimmte Situation nicht (mehr) kontrollieren, nicht (mehr) bewältigen können; eine bestimmte Fähigkeit (noch) nicht vollkommen oder (zunächst nur) unsouverän beherrschen, zu etwas (noch) nicht imstande sein; unsicher sein
    • Gegen Ende seines Vortrages begann er zu schwimmen.
    • „In einer Rede so zu schwimmen, macht es sehr schwer, auf wirkliche harte Kerne einzugehen.“Gerhard Lein (SPD): Keine Zerschlagung erfolgreicher Schulen durch Abtrennung der Klassen 1 bis 6 – Erhalt der Schulen in sogenannten Langformen – Drs 19/1292 –. In: BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG. 19. Wahlperiode, 14. Sitzung, Plenarprotokoll 19/14. 5. November 2008, Seite 697 (URL: PDF 418 kB, abgerufen am 10. August 2019) .
  17. intransitiv:nicht als geschlossene Mannschaft spielen
    • „‚Ich bin nicht so zufrieden, wie es das Ergebnis vermuten lässt‘, sagte Trainer Ottmar Hitzfeld, ‚es war nicht so einfach, der KSC hat ziemlich Druck gemacht.‘ Über Görlitz. Über Porcello. Über Kapllani. Die Bayern schwommen.“Bayern trotz 4:1 beim KSC kritisiert: »Das muss besser gehen«. In: Abendzeitung. 24. September 2007, ISSN 0177-5367, Seite 26 .
  18. umgangssprachlich, intransitiv:kein Geld besitzen, ohne Geldmittel sein
    • ‚Nachdem er die letzte Nacht im Schwelmer Übernachtungsheim zugebracht und die Nacht vorher am Bahnhof Platte gemacht hatte, rief er am Morgen des Interviewtags beim Sozialamt an und erklärte, daß er sich wohnsässig machen und Arbeit annehmen möchte. […] Norbert sagte, daß er total ‚am Schwimmen‘ sei, […].‘Arno Giesbrecht: Wohnungslos — arbeitslos — mittellos. Lebensläufe und aktuelle Sitation Nichtseßhafter. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-663-01289-4, Seite 130 (Zitiert nach Google Books; Softcover-Reprint der Originalausgabe bei Leske + Budrich, Opladen 1987) .
Konjugation (Indikativ)
PersonPräsensPräteritum
ichich schwimmeich schwamm / ich schwomm
dudu schwimmstdu schwammst / du schwommst
er/sie/eser/sie/es schwimmter/sie/es schwamm / er/sie/es schwomm
wirwir schwimmenwir schwammen / wir schwommen
ihrihr schwimmtihr schwammt / ihr schwommt
siesie schwimmensie schwammen / sie schwommen
Partizip I
schwimmend
Partizip II
geschwommen
Hilfsverb
sein, haben
Imperativ
schwimm!, schwimme!, schwimmt!

SchwimmenSubstantiv, neutrum (das)

Bedeutungen

  1. Sportart, bei der man sich ohne Hilfsmittel auf dem/im Wasser fortbewegt
    • Schwimmen kräftigt die Rückenmuskulatur.
    • Erfolgreiche Schwimmer begannen mit dem Schwimmen oft schon mit sieben.
Deklination
KasusSingularPlural
Nominativdas Schwimmen—
Genitivdes Schwimmens—
Dativdem Schwimmen—
Akkusativdas Schwimmen—

Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.