WortTüftler

behagen

Wortart
Verb
Silbentrennung
be·ha·gen
Buchstaben
7
Scrabble-Punkte
11

behagenVerb

Bedeutungen

  1. gehoben, unpersönlich, intransitiv:ein wohliges, still vergnügliches Gefühl bereiten
    • Deine neue Wohnung behagt mir sehr.
    • „Aber wie drückt man sich denn aus, um der Polizeibehörde in Briesen ein Bild zu verschaffen, das ihr behagt?“Johannes Bobrowski: Levins Mühle. 34 Sätze über meinen Großvater. Roman. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1964, Seite 270 (Lizenz des VOB Union Verlag, Berlin) .
  2. veraltet, reflexiv:bei sich ein angenehmes, wohliges Gefühl verspüren, zufriedener Stimmung sein
    • „Da er mit Jeanetten zu Tisch saß, deren Nähe ihm immer wohltätig war, und da auch sonst vertraute Gesichter ihn umgaben, so schien er seine Nachgiebigkeit nicht zu bereuen, sondern sich während der drei Stunden seines Verweilens ganz wohl zu behagen, wobei ich wieder einmal mit stiller Heiterkeit beobachtete, mit welcher unwillkürlichen, rational bei den wenigsten recht begründeten Zuvorkommenheit und mehr oder weniger scheuen Ehrerbietung man dem doch erst 39jährigen in Gesellschaft begegnete.“Thomas Mann: Gesammelte Werke. Sechster Band: Doktor Faustus, Aufbau-Verlag, Berlin 1955, Seite 557 (Zitiert nach Google Books) .
    • „Auch hier war es eher der gesellschaftliche Dunstkreis, in dem er sich behagte.“Arthur Schnitzler; Therese Nickl, Heinrich Schnitzler (Herausgeber): Jugend in Wien. Eine Autobiographie. Molden, Wien/München/Zürich 1968, Seite 32 (Zitiert nach Google Books) .
Konjugation (Indikativ)
PersonPräsensPräteritum
ichich behageich behagte
dudu behagstdu behagtest
er/sie/eser/sie/es behagter/sie/es behagte
wirwir behagenwir behagten
ihrihr behagtihr behagtet
siesie behagensie behagten
Partizip I
behagend
Partizip II
behagt
Hilfsverb
haben
Imperativ
behag!, behage!, behagt!

BehagenSubstantiv, neutrum (das)

Bedeutungen

  1. Gefühl der Zufriedenheit
    • Mit großem Behagen verfolgte er den günstigen Spielverlauf.
    • „Auf eben dieser Bank, ein Bild des Behagens, saß der alte Stechlin in Joppe und breitkrempigem Filzhut und sah, während er aus seinem Meerschaum allerlei Ringe blies, auf ein Rundell, in dessen Mitte, von Blumen eingefaßt, eine kleine Fontäne plätscherte.“Theodor Fontane: Der Stechlin. 2. Auflage. F. Fontane & Co., Berlin 1899 (Erstpublikation 1897, Wikisource) , Seite 12–13.
Deklination
KasusSingularPlural
Nominativdas Behagen—
Genitivdes Behagens—
Dativdem Behagen—
Akkusativdas Behagen—

Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.