WortTüftler

schliefen

Wortart
Verb
Buchstaben
9
Scrabble-Punkte
17

schliefenVerb

Bedeutungen

  1. in einen Bau kriechen
    • 1977:
    • 1843: „Verspürt man frisch, daß der Fuchs in den Bau geschloffen, so nehme man ein Paar Schützen zu sich und stelle sich so an, daß man die Röhren, deren ein Bau oft mehrere hat, gehörig und ohne Gefahr für die Schützen beschießen kann, lasse dann ein Dachshündl, welches gut schlieft, hinein, damit es den Fuchs heraus rauft und derselbe bei seiner Ausflucht, welche freilich blitzschnell ist, geschossen werden kann.“Niedere Jagd. München 1843, Seite 48.
  2. einen Schluf passieren
    • 1992: „Allerdings muß dafür der Wasserstand soweit abgesunken sein, daß der Taucher ohne Gerät durch den Versturz hindurch in die ‚Quellspalte‘ schliefen kann.“Michael Meyberg, Bettina Rinne: Kessel und Hirschbrunn bei Hallstatt – Zusammenfassung neuer Forschungsergebnisse. In: Die Höhle, 1992, Band 43, Ausgabe 1, Seiten 18–25. PDF-Datei
    • 2000: „Er schliefte nun mit den Füßen voran durch die Engstellen.“Uwe Fricke, Siegfried Wielert, Lothar Midden: Höhlenrettungsaktion am Winterberg vom 26. März 2000. Arbeitsgemeinschaft für Karstkunde Harz e.V., abgerufen am 6. September 2013.
Konjugation (Indikativ)
PersonPräsensPräteritum
ichich schliefeich schliefte / ich schloff
dudu schliefstdu schlieftest / du schloffst
er/sie/eser/sie/es schliefter/sie/es schliefte / er/sie/es schloff
wirwir schliefenwir schlieften / wir schloffen
ihrihr schlieftihr schlieftet / ihr schlofft
siesie schliefensie schlieften / sie schloffen
Partizip I
schliefend
Partizip II
geschloffen, geschlieft
Hilfsverb
sein
Imperativ
schliefe!, schlieft!

SchliefenSubstantiv, neutrum (das)

Bedeutungen

  1. Jagdtechnik, bei der ein Dachshund in den Bau kriecht, um die Beute herauszutreiben
    • „Die starken Gegensätze in den Proportionen der verschiedenen Hunderassen sind sehr bezeichnend. Man denke nur an das langbeinige Wundspiel als Verkörperung der Windesgeschwindigkeit (Beinlänge größer als Brusthöhe) und an den kurz- und krummbeinigen ‚Dackel‘ mit seinen maulwurfartigen Fähigkeiten des Wühlens und ‚Schliefens‘ (Brusthöhe größer als Beinlänge).“Detert, Ballenstedt: Das Ornament in der Architektur. Mannheim 2005, Seite 12. ISBN 978-3-86656-167-0.
  2. kriechendes Passieren von Engstellen
Deklination
KasusSingularPlural
Nominativdas Schliefen—
Genitivdes Schliefens—
Dativdem Schliefen—
Akkusativdas Schliefen—

Quelle: Wiktionary, lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Scrabble-Punkte nach den offiziellen deutschen Buchstabenwerten.